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geschrieben am: 03.01.2002 um 16:21 Uhr
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Ich muß mich jetzt auch mal äußern. Es ist schwer, wenn man erst nach 10 Tagen oder 100 Antworten hierherfindet und vieles, was man hätte sagen können oder wollen, bereits gesagt ist, aber ich versuchs trotzdem.
@ Traumstern: Vielen Dank, das du mir die Möglichkeit gegeben hast, diesen Thread zu lesen, vielleicht hätte ich ihn ja durch Zufall mal entdeckt, aber wer weiß, wann das gewesen wäre. Es ist schön, das du es endlich schaffst hast, deine Geschichte zu erzählen, es sieht wirklich so aus, als wenn dir das hilft und es dir etwas besser geht.
@sister Du sagst das Du gar niemanden an Dich heran lassen möchte und froh bist das sich jemand um sorgt, Du Ihn aber immer wieder zurück weist. Ist es nicht ein erster kleiner Schritt so offen hier darüber zu reden, denn Menschen zu zeigen das es Dir schlecht geht und Du Dich alleine fühlst ?
du sprichst mir aus der Seele.....
ich muß jetzt erst mal klarstellen, ich bin kein Betroffener, sondern ein Freund oder Bekannter, wie auch immer. Was mir immer wieder auffällt, ist die Ohnmacht und Hilflosigkeit, mit der man als Außenstehender der ganzen Sache gegenübersteht. Man redet miteinander, scherzt miteinander, alles scheint in Ordnung, und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, ist der Ton aus, keine Antwort mehr, nur noch Schweigen, Dunkelheit. Man ruft, fragt, aber es gibt keine Antworten. Irgendwann ist die Leitung dann tot.....Man macht sich Vorwürfe, fragt sich: hab ich was falsch gemacht? Am nächsten Tag ist alles wie vorher, meistens jedenfalls. Wenn man dann nicht Bescheid weiß, ist es natürlich noch schwerer zu verstehen.....Wenn man es erfährt, ist es erst mal ein ganz schöner Schock, aber so nach und nach versteht man es, und wenn man denjenigen mag, versucht man sich hineinzuversetzen, zu begreifen....es ist immer noch schwer, aber ich denke, man kann es schaffen, man muß es nur wollen. Die Leute, die sich dann abwenden, sind keine Freunde, und auf die kann man wirklich verzichten, sie sind es einfach nicht wert.
@ Zwirbella Ganz besonders fällt mir auf, dass die Betroffenen selbst die äußerlichen Wunden als Hilfeschrei empfinden, gleichzeitig aber scheinbar zu weit in sich selbst zurückgezogen sind, um Hilfe anzunehmen. Traumstern hat sehr treffend beschrieben, dass sie Hilfeversuche auch mit Ablehnung und Vertreibungsversuchen quittiert hat. Dann sind alle - sowohl der Hilfesuchende als auch derjenige, der sich um Hilfe geben bemüht - überfordert. Was kann man dagegen tun?
Das ist das Problem. Hilfe ja, aber nur bis ich halt sage..... Man muß wohl als um Hilfe bemühter ziemlich viel Fingerspitzengefühl entwickeln, um nicht zuviel helfen zu wollen. Hat man diesen Halt Punkt erst mal überschritten, ist es zu spät, muß man einen neuen Anlauf nehmen. Und den Zeitpunkt zu finden, erneut anzusetzen, ist auch nicht ganz einfach. Es reicht manchmal eine Frage, die den Betroffenen wieder runterzieht, ihn daran erinnert, das es ihm schlecht geht, und man wundert sich dann, das er abblockt. Ist mir schon oft passiert, zumindestens hab ich es so empfunden. Mit zuviel Fürsorge erreicht man eben nicht immer auch zuviel Hilfe, sondern oft das Gegenteil, man erdrückt denjenigen mit seiner Hilfe. Da hilft wahrscheinlich nur Verständnis und viel Geduld, auch mit sich selbst und dem Lernprozess, mit dieser Situation umzugehen. Im übrigen habe ich mal gelesen, man sollte Betroffene eigentlich ganz normal behandeln, so als seien sie völlig gesund, aber ob das für jeden Einzelfall so richtig ist, weiß ich natürlich nicht.
Ich werde mich bestimmt später noch mal dazu äußern, es war nur ein Anfang, aber hier ist schon soviel geschrieben worden, man kann gar nicht alles auf einmal erfassen und verarbeiten. Ich möchte nur noch mal sagen, das ich vor allen, die sich hier geoutet haben, allergrößten Respekt habe, und ich Euch allen alles Gute für euren eigenen, schweren Weg wünschen möchte, und das ihr genausoviel Unterstützung bekommt, die ihr braucht.
Gruß Blackdevil8564
Ach so, noch ein Wort zum HH-Burger...
Du hast mit deinen Beiträgen das geschafft, was du wolltest: Ich und viele andere haben sich über dich geärgert. Freu dich! Aber du hast noch was anderes geschafft, was dir vielleicht noch gar nicht bewusst geworden ist: du hast dich unglaubwürdig gemacht. Warum? Wenn du erst sagst, so und so isses, das ist meine Meinung, und auf Menschen, denen es schlecht geht und die vielleicht am Boden liegen, noch mal drauftrittst, dann wäre es ja noch akzeptabel, dann isses halt deine Meinung, aber später zu sagen, ups, is ja gar nicht meine Meinung, tzzzz....He, wer soll dich denn jetzt noch ernst nehmen? Kein Mensch....Vielleicht versuchst dus ja mit nem anderen Nick noch mal. Ansonsten hab ich für dich nur eins : /ignore. (hab schon viel zu viel über dich geschrieben)
(bedeutet in etwa soviel wie nicht beachten....oder so...wegen deiner Fremdwortprobleme)
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