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Nutzer: chemicalsister
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geschrieben am: 30.12.2001    um 20:18 Uhr   
Ich denke genau das ist ein Problem unser heutigen Zeit, die Menschen laufen mit Scheuklappen durch die Gegend und nehmen oder besser gesagt WOLLEN überhaupt nicht wahrnehmen was um Sie herum passiert. Ich finde es so schrecklich das Freunde/Familie die Wunden /Narben quasi offen gezeigt bekommen - ein stummer Hilfeschrei - und es trotzdem nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Weil das hieße ja man müßte sich mit den Problemen und Ängsten anderen auseinander setzen, wo man doch schon genug mit sich selbst zu tuen hat, wie man meint. Man käme vielleicht an einen Punkt wo man einsehen müßte das es nicht damit getan ist sein Kind/Freundin einfach mit dem Ratschlag - nun geh doch zum Psychater, der bekommt dafür Geld, der MUSS Dir einfach helfen können - abspeisen zu können. Das man selbst aktiv werden muss und sei es einfach nur das man dem Menschen das Gefühl gibt sich für ihn und seine Probleme offen und ehrlich zu interessieren, das man ihn wirklich mag und einfach nur da sein möchte wenn er sich einsam und von allen mißverstanden fühlt. Und nicht die Augen vor Dingen verschließt, die man doch so gerne aus seiner kleinen heilen ( Familien ) idylle verbannen möchte. Ich denke das Problem was Traumstern anspricht mit dem kleinen Mädchen das einfach in dem grenzelosen Schmerz der Eltern über den Verlust Ihrer einen Tochter, untergeht und anfängt sich die Schuld zu geben, ist wirklich schwer. Die Eltern haben gelitten und waren verzweifelt und haben darüber völlig Ihr anderes Kind vergessen. Nun, kann man den Eltern Vorwürfe machen ? Ich denke die Beantwortung dieser Frage ist für außenstehende schwer, den ich für meinen Teil kann diesen grenzenlosen Schmerz, diese Leere über den Verlust eines geliebten Menschens nicht wirklich nachvollziehen, weil es mir zum Glück nicht passiert ist. Ich denke aber auch das die Menschen egal durch was ein traumatisches Erlebnis Sie so Selbsthass/Schuldgefühle u.ä. haben, erst einmal begreifen müssen das Sie keine Schuld haben, das Sie ein wertvoller und liebenswerter Mensch sind und dabei , so denke ich, kann auch kein Therapeut wirklich helfen sondern einfach nur das man das Gefühl bekommt nicht alleine zu sein und dadurch vielleicht sich der Wille aufbaut das es so nicht weitergehen kann. Das macht mich auch bei Traumstern total betroffen, das Du sagst Du bist alleine und mußt alleine damit klar kommen. Man merkt scheinbar wirklich erst wer seine Freunde sind wenn man wirklich Probleme hat die sich nicht mit Geld lösen lassen.
Ich würde gerne mehr schreiben, muss aber sagen mir schießt im Moment soviel durch den Kopf, weil ich jetzt 3 Tage keine Zeit hatte den Thread weiterzuverfolgen und von diesen vielen Statements, Eindrücken und Schilderungen so überwältig bin das ich gar keine klaren Sätze mehr formulieren kann.
Leben ist das was passiert, während wir andere Pläne machen....
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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 30.12.2001    um 20:14 Uhr   
Sie hatten nicht nur zwei, sondern vier... Und nicht nur die Eltern, auch alle anderen drumherum, alle waren viel zu sehr mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt.
Und wie sollten sie es sagen, wenn sie es nicht mal bemerkt haben? Wenn die Kleine da schon das Gefühl hatte, dass sie ihre Eltern nicht belasten darf, weil es ihnen nicht gut geht, wenn sie sich da schon bemüht hat ihre Probleme und ihre Schuldgefühle zu verstecken, weil sie sich dafür geschämt hat und sie ihren Eltern nicht noch mehr Kummer machen wollte? Wie hätten sie ihr das dann sagen sollen?

Und danach... sie haben es nie bemerkt, immer war etwas anderes wichtiger... und solange alles gut läuft merkt es ja niemand. Die Kleine hat schnell gelernt ihre wahren Gefühle zu verstecken und schnell aufgegeben zu reden als ihr niemand zugehört hat.

Wer ist nun Schuld? Die Eltern, weil sie es nicht gemerkt haben? Die Kleine, weil sie es nicht gezeigt hat?

Und spielt das überhaupt noch eine Rolle?

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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 30.12.2001    um 19:41 Uhr   
@stormcloud
Sicher kann man das erklären... man muss es nur wollen.
Womit wir wieder beim alten Problem wären, dass es niemand wahrnimmt. Wie blauetraene schon sagte, solange alles tadellos funktioniert und der gute Schein stimmt, warum sollte man sich da Gedanken machen?

Die Eltern hatten gerade ihr Kind verloren... sie waren zu sehr mit ihrem eigenen Schmerz beschäftigt, um es überhaupt zu bemerken, was in ihrer anderer Tochter vorging. Wer hätte also der kleinen Sechsjährigen, die genauso um ihre Schwester trauerte, sagen sollen, dass sie diesen Schmerz nicht in Schuld umwandeln soll?

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Nutzer: blauetraene
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geschrieben am: 30.12.2001    um 19:16 Uhr   
@traumstern ich kann bei dem was du sagst bloß stumm nicken. meine eltern und freunde haben leider genauso wie rimini gedacht: das kind tickt nicht mehr ganz richtig, schicken wir sie zum psychiater, der wird das schon wieder hinbiegen. je teurer der psychiater, umso schneller haben wir wieder unsere alte tadellos funktionierende tochter zurück. wie kaputtes auto in die werkstatt geben.
Geändert am 30.12.2001 um 19:18 Uhr von blauetraene
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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 30.12.2001    um 18:31 Uhr   
(zitat)Aber Schuld? Kann mir einer mal verraten was ihr immer mit "Schuld" habt? Das ist wirklich ne fixe idee! Die sollte mal aus den Köpfen raus!(/zitat)
Gut, dann erklär du doch einem kleinen sechsjährigen Mädchen mal, dass es überhaupt keine Schuld am Tod ihrer kleinen Schwester hat. Mach ihr klar, dass sie nicht perfekt sein muss, dass sie nicht alles tun muss, um ihre Schwester zu ersetzen und um ihren Eltern möglichst wenig zur Last zu fallen.

Von außen ist das alles immer so einfach... aber wenn man drin ist, dann sieht man es nicht...


Und wenn ich dann so Sätze lese wie...
(zitat)helfen?naja ich würd die gleich zum Psychater schicken! (/zitat)
Ja, immer schön weg mit den Psychos, ab zum Psychiater und bloß nichts mehr zu tun haben mit "denen", denn "ich kann da ja doch nix tun"... und dann noch ein paar *gg* dahinter und fertig? Ein bisschen zu einfach das ganze, oder nicht?

Es helfen dir tausend Psychiater nicht, wenn entweder der Betroffene selbst nicht will oder wenn das Umfeld sprich Familie/Freunde ihm nicht helfen.

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Nutzer: Rimini
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geschrieben am: 30.12.2001    um 17:50 Uhr   
HM.... vielleicht denken WIR *bin auch w* *gg*
das wir irgendwas falsch gemacht haben,das wir dran schuld sind... an irgendwas eben!wenn wir uns irgendwie selbst weh tun fühlen wir uns besser...warum auch immer *gg*
*also ich mach sowas nicht!!!*

helfen?naja ich würd die gleich zum Psychater schicken!

Rim
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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 30.12.2001    um 17:24 Uhr   
@stormcloud
Es klingt nicht seltsam. Ich weiß, dass es diese Menschen gibt... ich bin selber so jemand. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass vielen Menschen um mich herum diese Fähigkeit abhanden gekommen ist und dass sie, wenn sie sie noch haben, trotzdem nicht reagieren.

In meinem post sprach ich von eben diesen Leuten. Sie schreien permanent, weil sie denken, dadurch würde man sie besser hören, oder wichtiger nehmen. Dabei sind es meistens diejenigen, die flüstern, die wirklich etwas zu sagen haben.

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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 30.12.2001    um 17:04 Uhr   

@stormcloud
Wenn man selbst schreit kann man das flüstern nicht hören...
Und wenn man selbst den Wind nicht mehr hört, dann wird man auch das Flüstern, das Raunen im Wind, nicht hören können...


@wuschl
Ich freu mich, wieder von dir zu lesen... eine der wenigen die immer ein Fan vom Drachenstern waren und die mir den Mut gegeben haben weiterzuschreibem... ;o)

Was deine Söhne angeht... wie blauetraene schon sagte gibt es keine Musterlösung. Jeder reagiert anders und was für den einen genau das richtige ist, kann für den anderen komplett falsch sein.

Es ist schwer, den richtigen Weg zu finden. Mit zu viel Sorge erdrückst du sie und sie rennen weg und wenn du dich nicht genug um sie kümmerst fühlen sie sich allein. Ich kann hier nur aus der Sicht einer Betroffenen schreiben und daher weiß ich wie schwer ich es anderen oft mache. Was mir immer gefehlt hat, war jemand, der in den Momenten, wo ich dachte es geht nicht mehr, wo ich total am Ende war, einfach für mich da war. Jemand der in Momenten, in denen ich reden wollte, mir zugehört hat und der mich in den Arm genommen hat, wenn ich mich nach Nähe gesehnt habe. Meine Eltern wissen bis heute nicht was mit mir los ist, ich hab versucht mit ihnen zu reden und sie haben nicht zugehört. Solche Probleme passen halt nicht in die Bilderbuchfamilie, die wir angeblich sind.

Wichtig ist vor allem, dass du es erkannt hast. Deine Söhne haben in dir etwas, was mir fehlt, nämlich Untestützung. Ich kämpfe meinen Kampf allein und ich habe keine Familie und keine Freunde, die mir auf dem Weg helfen. Gib deinen Söhnen einfach das Gefühl, dass du da bist, dass du versuchst sie zu verstehen und dass du zu ihnen hälst, egal was sie tun. Ich weiß wie schwer es sein kann, wenn ihre Worte dich verletzen, wenn du denkst du schaffst es nicht mehr. Aber denk daran, dass sie dir auch etwas geben, freu dich über jedes echte Lachen, über jeden Moment des Glücks und schöpfe daraus die Kraft um weiterzumachen.

Falls ich dir irgendwie über dieses Forum hinaus helfen kann, kannst du mir gern auch mailen: (mailto)webmaster@shada.de(/mailto)


@Seth
Ich kann mich LOM nur anschließen, es ist schön zu sehen, dass du dich mal konstruktiv äußerst... auch wiederum nicht ironisch gemeint, sondern einfach nur ehrlich. ;o)

Leider würde wohl das entfernen oder stumpfmachen von Messern und scharfen Gegenständen nicht besonders viel helfen. Wenn halt kein messer da ist, nimmt man ne Glasscherbe. Wenn kein Glas da ist, nimmt man ein Streichholz, ein Feuerzeug, usw. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sich da zu behelfen und es beseitigt leider nicht die Ursache...

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Nutzer: sheet
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geschrieben am: 30.12.2001    um 16:54 Uhr   
der betroffene...auf den svv- betroffenen- sites hab ich bisher fast immer gelesen, dass nur ne psychotherapie ein guter anstoß war....
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Nutzer: sheet
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geschrieben am: 30.12.2001    um 15:35 Uhr   
Entschuldigt, wenn ichs überlesen habe, aber hattet ihrs schon mit Psychotherapie probiert?
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Nutzer: LackOfMercy
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geschrieben am: 30.12.2001    um 15:27 Uhr   
@ seth

schön, dass du dich nicht nur destruktiv äusserst :-)
(war jetzt ehrlich gemeint, ohne jegliche ironie)

hm, aber ich glaube, mit dem stumpfmachen ist es nicht getan.
denn 1. lösen sich dadurch die probleme nicht und 2. haben scharfe gegenstände schon ihren sinn und werden benötigt(schneide mal gemüse mit nem stumpfen messer...)


LOM

(weiss)mundus vult decipi
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Nutzer: Seth_HH
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geschrieben am: 30.12.2001    um 14:47 Uhr   
hmmmm, Ihr seid nun bei möglichen Lösungen/Therapien in eurer Diskussion angelangt. Obwohl die Bezeichnung "Wohltäter der Menschheit" für jemanden wie mich wohl nicht ganz zutreffend ist möchte ich einen möglichen Lösungsansatz vorschlagen:
Wie wäre es wenn man alle Messer und scharfen Gegenstände im Haus stumpf macht. Nur so ne Idee.

Also Leute, guten flutsch ...äh rutsch
Seth
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Nutzer: blauetraene
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geschrieben am: 30.12.2001    um 14:22 Uhr   
es ist schwierig, einen allgemeinen ratschlag zu geben. ich kann nur sagen, was MIR geholfen hat oder hätte, aber das kann und muss nicht auch auf deine söhne zutreffen. das problem ist ja nicht das sich selbst verletzen. das ist nur ein mittel zur bewältigung dessen, was einen quält. ein sichtbares äußeres zeichen dafür, dass es mir innerlich nicht gut geht und dass ich keinen anderen weg weiß, mit diesem inneren schmerz fertig zu werden und ihn zu verarbeiten.
wichtig ist glaube ich, dass du nicht die schuld und verantwortung bei dir suchst. es sind deine söhne und du willst ihnen helfen, klar, aber gleichzeitig ist es wichtig und gut, wenn die jungs sich ihrer probleme selbst bewusst werden und versuchen herauszufinden, was IHR weg heraus ist, ihr weg, mit spannungen und problemsituationen umzugehen.
was mich persönlich sehr verletzt hat, war als meine eltern und freunde angeekelt reagiert haben und sich angewidert mit den worten "aber kind, wie kann man nur sowas tun!" abgewandt haben. das ganze zu dramatisieren ist wohl genauso falsch wie es unter den tisch zu kehren. zeig deinen söhnen, dass du hinter ihnen stehst. gib ihnen das gefühl, da zu sein, wenn sie zu dir kommen wollen, aber erdrücke sie nicht mit deiner fürsorge und angst um sie. versucht vielleicht mal gemeinsam darüber nachzudenken, was denn das eigentliche problem ist. jemand der sich selbst verletzt, fühlt sich sprichwörtlich meist nicht wohl in seiner haut. kann sich selbst nicht annehmen, wie er ist. fühlt sich verachtenswert,nicht liebenswert, bestraft sich. zeig deinen söhnen, dass sie liebenswert sind. so wie sie sind. hilf ihnen dabei sich selbst zu verwirklichen. erfolgserlebnisse, das gefühl in einer sache aufzugehen gibt einem viel innere sicherheit. eine innere sicherheit, die nach gescheiterten liebesbeziehungen oft total am boden ist.
hmm...es ist schwierig tipps zu geben. ein universalheilmittel gibts nun mal nicht. leider...und was für den einen gut ist, muss nicht unbedingt bei allen helfen....ich wünsche dir und deinen jungs jedenfalls alles gute!
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Nutzer: wuschl
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geschrieben am: 30.12.2001    um 11:34 Uhr   
hi,
was denkst du denn, dass Eltern tun könnten, wenn sie sehen, dass ihr Kind so sehr verletzt ist?
Es lässt dich nicht ran, spielt dem Psychologen was vor, zieht sich umso mehr zurück jemehr du dich ihm näherst?

Auch ich wußte nicht, dass dies eine Krankheit ist, sondern hielt es für einen Ausdruck und eine Abbaumöglichkeit für die übermächtigen seelischen Schmerzen. Meine Söhne haben beide solche Narben und Verletzungen. Der Ältere fügte sich eine Weile Messerschnitte zu, als er Liebeskummer hatte - zur Zeit nicht mehr, aber ich weiß nicht, wie er reagieren wird, wenn er wieder unglücklich ist. Er hat viel von einer Borderline-Persönlichkeit, seit er sehr klein ist.
Der jüngere hat immer wieder Brandwunden von Zigaretten und hatte auch ne Weile bin ins Fleisch "abgefressene" Fingerkuppen. Auch er wirkt zur Zeit ein bischen stabiler auf mich - zur Zeit.

Was könnte ich denn tun, wenn es wieder schlimmer wird?
Oder kann ich hoffen, dass die Besserung dauerhaft ist?
Zur Zeit, da es besser ist, können sie ihre starken Emotionen mit Musik kanalisieren.

Ja, inzwischen weiß ich, dass die SET-Kommunikation (Support, Empathy, Truth) bei Schwierigkeiten besonders wichtig ist und evtl. hilfreich sein kann - inzwischen weiß ich auch, dass die dann auftretenden aggressionen nicht gegen mich gerichtet sind und bin dann selber nicht mehr so verletzt -
aber ich fühle mich sehr hilflos.
Sie hören doch dann nur, was sie hören wollen, also "schwarz".

Was hätte euch denn geholfen?


ciao




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Nutzer: Zyniker
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geschrieben am: 30.12.2001    um 01:46 Uhr   
@ storm und alle anderen: Ihr könnt MIR in den arsch treten!!
Ich bin einer von denen die in einer solchen Situation weggesehen haben. Als Entschuldigung kann ich eigentlich nur anführen das ich es nicht gerafft habe, denn das das ganze eine Krankheit ist weiß ich erst seit ein paar Tagen, seit dem Beginn dieses threads genaugenommen.
Eine Frau aus meinem Bekanntenkreis hat das gemacht, sich die Arme aufgeschnitten und lief dann mit den Narben rum, und ich hab nicht geblickt was los ist, muß allerdings anführen, daß mein Mitbewohner masochistisch veranlagt ist, und der lief auch öfter mal mit seltsamen Narben rum, deswegen dachte ich, das wär auch sowas. Und ich habe auch aus diesem Grund nichts gesagt, denn sowas ist den meisten Leuten eher peinlich.
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"Autor"  
Nutzer: wuschl
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geschrieben am: 30.12.2001    um 00:08 Uhr   
schön, dich wieder zu lesen Traumstern :-))
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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 29.12.2001    um 23:53 Uhr   
@Tao
Danke dir... *lächel*... sowas hab ich lang nicht mehr gehört.
Ich kann nicht gut über mich selber reden... aber wenn ich mich hinsetze und schreibe, dann kommt alles ganz von allein und ich denke kaum noch drüber nach was ich da schreibe, einfach meine Gedanken...
Und faszinierend... na ja, ich glaube du würdest es weniger faszinierend finden, wenn du mich ne Weile kennen würdest, dann ist es nur noch anstrengend. ;o)


@stormcloud
Es macht für mich keinen Unterschied...
Die Menschen die damals wegsahen, sehen heute immer noch weg und mit den meisten habe ich keinen Kontakt mehr. Ich habe so vielen Menschen vertraut und wurde immer nur enttäuscht. Und trotzdem werde ich es immer wieder tun, ich werde immer wieder an andere glauben und werde immer wieder enttäuscht werden und es wird immer wieder genauso weh tun...

Wie ich schon sagte, ist es schwer mir zu helfen, weil ich niemanden wirklich an mich ran lasse. Die wenigen bei denen ich das getan habe, waren danach relativ schnell verschwunden. Im Moment fehlt mir einfach die Kraft um ihnen kräftig in den Arsch zu treten, es würde mir mehr weh tun als ihnen.

Wenn einem niemand mehr zuhört, verlernt man irgendwann das reden. Warum sollte ich schreien? Wenn es jemandem wichtig wäre, würde er auch mein flüstern hören...


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Nutzer: blauetraene
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geschrieben am: 29.12.2001    um 23:37 Uhr   

Weiss nicht ob sowas wie ein "ideal gemütszustand" überhaupt anstrebbar ist! Klappt eh nie! (genau wie ich nie meine Bude in nem "idealzustand bekomme!")

hmmm...ideal wär bei mir eben das normalerweise nichtideal...ich muss lernen, BÖSE zu sein
nicht immer das liebe, hübsche, fleißige everybody's darling


Kann es sein das deine "Angst" dich aufgeweckt hat? Also das die Angst um sich selber, dich irgendwie wach machte für dich selber? Also ein wachwerden des eigenen Lebenswillen? (Angst kommt von dem lateinischen Wort Angelus was Engel bedeutet)(/zitat)

echt, das kommt von angelus?
was den lebenswillen betrifft: den hatte ich zu dem zeitpunkt ja noch. und mich selber glaubte ich auch zu haben. falsch gedacht. ich hielt das perfekte bild, das ich ständig aufrecht zu erhalten suchte, für mein ICH. und hasste und bestrafte mich (mit dem messer...) dafür, wenn ich das gefühl hatte, diesem bild nicht gerecht zu werden.
als ich meine wunden und narben freunden und eltern zeigte bzw. sie sie entdeckten, war allerdings anders wie bei traumstern ich diejenige, die ausgewichen ist. allerdings muss ich zugeben, dass die leute wirklich mit einfachen ausflüchten abzuspeisen sind...da reicht die "mein kater war ein wenig aggressiv in letzter zeit" - variante locker. naja, und ziemlich unnahbar war (und bin ich) wohl doch auch...
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Nutzer: blaueseide
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geschrieben am: 29.12.2001    um 23:02 Uhr   
*kleine bemerkung am rande:

cloud, ich finde es bewundernswert, wie gut du auf die beiträge eingehen kannst. deine comments sind feinfühlig und regen gleichzeitig auch an, tiefer auf das angesprochene einzugehen. just one question: bist du beruflich im psychosozialen bereich tätig oder alt, weise und erfahren oder kannst du dich einfach nur verdammt gut in andere hineinfühlen?
Geändert am 29.12.2001 um 23:26 Uhr von BlaueSeide
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"Autor"  
Nutzer: Tao
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geschrieben am: 29.12.2001    um 21:47 Uhr   

danke traumstern du hast eine wunderbare art und weise über dein leid zu sprechen...fasziniert ist ...und sehr berührt...tao...
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"Autor"  
Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 29.12.2001    um 21:36 Uhr   
Nein... niemand...
Entweder haben sie entsetzt weggeschaut oder einfach so getan, als ob sie sie nicht bemerkt haben. Niemand hat sich mal die Mühe gemacht drüber zu reden oder mich umarmt...

Dieses Gefühl wünsche ich niemandem... wenn man die ganze Zeit schreit... denn dass ich die Wunden schon offen gezeigt habe war nichts weiter als ein Hilfeschrei, weil ich das Gefühl hatte ich komme dort allein nicht mehr raus... wenn man schreit und alle, die einen hören, reagieren nicht und gehen einfach weiter...


(Falls jemand mal viel Zeit, kann er den Thread mal passend dazu lesen: siehe Beitrag)


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Nutzer: Traumstern
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geschrieben am: 29.12.2001    um 21:01 Uhr   
(zitat)Mich würde aber interessieren was für ein Gefühl ihr kurz vor der Selbstverletzung hattet, Während der selbstverletzung und danach. (/zitat)

Wenn man einmal drin ist, ist es wie ein Kreislauf: Ich kann mich selbst nicht mehr ausstehen, ich will irgendwas ändern und weiß nicht was, alles scheint schief zu laufen, ich will mit irgendjemandem drüber reden, jemanden der mir zuhört, aber niemand ist da. Für Leute mit BPD gibt es kein grau, es gibt nur schwarz oder weiß. "Von himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt" passt sehr gut hier. Die Stimmungen wechseln von einer Sekunde auf die andere. Sätze, die andere nicht mal wahrnehmen würden, verletzen mich, ohne das der andere es merkt. Ich will, dass jemand für mich da ist und gleichzeitig will ich allein sein. Wenn jemand da ist, verletze ich ihn, bewußt oder unbewußt, teste aus wie weit ich gehen kann, bis ich schließlich wieder allein da stehe. Ich hasse sie, für das was sie sagen und gleichzeitig habe ich panische Angst, dass sie mich alleinlassen.

Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, dass niemand mehr da war, dass ich vollkommen allein war. Natürlich waren Menschen da, die mir helfen wollte, aber ich hab sie nicht wahrgenommen, hatte verlernt zu reden. Ich hab mir selbst die Schuld dafür gegeben, es hat mich nur noch bestärkt in meinem Selbsthaß, ich hab gedacht ich muss ja so schrecklich sein, weil niemand was mit mir zu tun haben will.

Das sind die Gedanken, die ich immer hatte, bevor und während ich mich selbst verletzt habe. Der Gedanke, dass ich vollkommen allein bin und dass es niemanden interessiert was ich tue. Diesen Schmerz wollte ich irgendwie loswerden. Und dann dieser paradoxe Gedanke, wenn andere mir weh tun, kann ich mir doch ruhig auch noch weh tun. Andere haben mir weh getan und ich dachte ich kann mich gegen sie nicht wehren und sie wissen nicht was ich hier tue, aber wenn sie es wüßten, dann würde es ihnen bestimmt leid tun.

Danach... auf der einen Seite hab ich mich geschämt, am Anfang hab ich immer nur langärmlige Klamotten getragen, damit es ja niemand sieht. Irgendwann hab ich die Schnitte dann auch mal offen gezeigt und gemerkt, dass es niemanden stört. Meine Freunde, meine Familie, alle haben sie gesehen... und schnell wieder weggeschaut. Es passte halt nicht in das Bild der erfolgreichen und immer gut gelaunten Tochter bzw. Freundin.

All das bestärkt dann wieder die Selbstzweifel... ich dachte es kümmert niemanden, sie haben es gesehen und es interessiert sie nicht. Und wenn es sowieso niemanden interessiert, dann kann ich ja auch weitermachen...

Natürlich geht es danach nicht besser, mir jedenfalls nicht... aber irgendwann ist man dran gewöhnt und man sieht keinen anderen Weg mehr...

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Nutzer: blauetraene
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geschrieben am: 29.12.2001    um 17:05 Uhr   
aber eines würde mich noch interessieren:
hast du es jetzt geschafft, davon loszukommen?
und wenn ja: wie hast du das geschafft?


ja, ich hab damit aufgehört. das problem an sich ist nicht die selbstverstümmelung. sie ist vielmehr ein stummer hilferuf, ein weg, mit den eigentlichen problemen umzugehen. der falsche weg, natürlich.
mein hauptproblem war mein perfektionismus. ich musste immer und in allem glanzleistungen vollbringen, egal, ob es mein aussehen, meine schulischen leistungen oder meinen sport betraf. irgendwie hab ich bei all dem bemühen, es ständig allen recht zu machen, total an mir vorbei gelebt.
als meine eltern das mit der magersucht und der selbstverletzung richtig mitbekommen haben, wurde ich natürlich prompt von einem psychologen zum nächsten geschleppt. das hat mir ehrlich gesagt NULL gebracht. 2mal wöchentlich vor einer wildfremden person eine stunde lang meine gefühlwelt ausbreiten und am ende zu hören kriegen: sehr gut, blauetraene, ich sehe du setzt dich mit deinen gefühlen auseinander, hören wir uns nächsten montag wieder....
jedenfalls war ich mit und ohne therapie gleich schlau bzw. krank. mit dem abmagern hab ich von alleine aufgehört, als ichs mit der angst zu tun bekam noch dünner zu werden. alle glaubten natürlich: hey, das kind isst ja wieder! halleluja, sie ist gesund! da kann ja alles schön so weitergehn wie vorher...
da hab ich zum anderen extrem gegriffen: fressen bis zum umfallen. ich hab mich echt den ganzen tag lang mit allem vollgestopft, was mir zwischen die finger gekommen ist. innerhalb eines monates hab ich 20 kg zugenommen. ich hab mich in mein zimmer eingeschlossen und wollte nur noch tot sein. alle waren total entsetzt. meine eltern, meine freunde, meine professoren, meine trainer: blauetraene, die perfektionistin, der ewige sonnenschein, unser champion und wunderkind!!
naja, an spätestens an dem punkt hatte mein leben jeglichen sbisherigen sinn total verloren. es gab echt nichts mehr, für das es sich noch zu leben lohnte. ich wollte nicht mehr. nie mehr. wollte nicht mehr kämpfen, tag für tag, jahr für jahr...kämpfen wofür? für ein paar einser? meine eltern? meine professoren? für mich? MICH? ich wusste ja nicht mal, wer ich war. hatte es vielleicht nie gewusst. war ich die magersüchtige mit 45 kg oder das fressende monster mit 65? war ich die perfektionistin mit dem ewigen lächeln im gesicht oder die leere, kraftlose pessimistin unterm federbett die sich die arme blutig schneidet?
naja, jedenfalls waren alle total fertig. mam und paps griffen zur üblichen methode: kind, gibts denn nichts was du dir wünschst? nichts, was dir wenigstens ein winziges bisschen freude bereiten würde?
und mir fiel nichts ein. null. bis auf...einen hund. klingt jetzt vielleicht seltsam, aber hunde habe ich immer schon geliebt. natürlich kriegte ich den hund und ...naja: es wäre übertrieben zu behaupten,dass ich von einem tag auf den anderen aufhörte mich selbst zu verletzen oder zu fressen. aber ich machte weiter. ich hab nicht aufgegeben. ich fühlte mich immer noch beschissen, ich ging auch nicht zur schule und ich fragte mich immer noch, was ich überhaupt auf dieser welte suchte, aber ich machte weiter. tag für tag. und irgendwann, keine ahnung, woher das kam, konnte ich sogar wieder lachen. richtig lachen. ich bin dem roten kreuz beigetreten. als einziger weiblicher sani unter lauter männern. ich war stolz auf mich. ich hatte plötzlich das gefühl, meinem leben endlich die richtung zu geben, die mir gefiel. ich begann wieder wert auf mein äußeres zu legen. jungs vom roten kreuz verliebten sich in mich und auch wenn ich noch nicht bereit für eine beziehung war, so gaben mir ihre zuneigung, ihre komplimente doch unheimlich viel. ich fühlte mich zum ersten mal so angenommen, wie ich war.
mittlerweile bin ich von zu hause weggezogen, um medizin zu studieren. meine ernährungsweise ist immer noch katastrophal, innerhalb von 2monaten nehme ich 10kg ab, dann wieder zu...aber wenigstens verletze ich mich nicht mehr selbst. irgendwann hatte ich das messer in der hand und dachte mir: hey, wieso tust du das jetzt? warum verletzt DU DICH? wenn andere dir weh tun, dich quälen, dann musst doch nicht du dich dafür bestrafen! DU bist nicht schlecht, SIE sind die arschlöcher! also steck das messer weg und friss deinen kummer nicht in dich hinein!
naja, die theorie klappt leider nicht immer in der praxis. ich bin immer noch auf dem entweder oder trip: entweder volle leistung, super noten, superschlank und superfröhlich oder einfach nur fallenlassen, alles fallenlassen, nix lernen, nix trainieren, bloß essen und mich unterm federbett verstecken.
aber es wird schon werden. irgendwann. es muss. denn die zeit vergeht...so schnell...viel zu schnell...und ich hab ja nur dieses eine leben. mein leben. aber es ist so schwer...so schwer...seufz
Geändert am 29.12.2001 um 17:08 Uhr von blauetraene
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"Autor"  
Nutzer: Nebelgeist
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geschrieben am: 29.12.2001    um 04:38 Uhr   
@Seth Wenn du sowas nicht beachtest ist es ja Ok dieser Thread war ja für die, die sowas beachten und nicht für die ,die Wegschauen oder sonstwas in der Art.
Von Menschen denen es egal ist gibt es ja jede Menge.

Aber es gibt auch Menschen denen es nicht egal ist. Mich persönlich Schockt es wen eine junge Frau sich solche Verletzungen zufügt, sowas ist Zeichen für mich das da was gewaltig Schief gelaufen ist.
Ich kann dir auch sagen was der grosse Unterschied zwischen denen ist die was tun und zwischen denen die nichts tun ist:

Die, die was tun fühlen mit, noch mehr bedrückt sie die Tatsache das es passiert ist und nichts dagegen unternommen werden kann. Aus diesem Schock heraus kommt der Wunsch das sich sowas nicht mehr wiederholt. Es wird zum Drang irgendwas zu machen, irgendwas was vielleicht dazu führt das, das Gefühl der Hilfslosigkeit nicht mehr Existiert.

Jemand der anderen Schmerzen zufügt soll man mit den eigenen Waffen schlagen, gegen Jemand der sich selber Schmerzen zufügt gibt es nur eine Waffe und das sind die Worte.

Ich hoffe für dich das du niemals dieses Gefühl kriegst.

@alle Anderen vielen Dank für die Beiträge und vor allem an die die sich geoutet haben.

Mich würde aber interessieren was für ein Gefühl ihr kurz vor der Selbstverletzung hattet, Während der selbstverletzung und danach.
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Nutzer: HarkonLukas
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geschrieben am: 29.12.2001    um 00:34 Uhr   
nochmal zu seth: was du fuer geschmacklos haeltst ist ganz einfach der eindruck, den schon viele von dir haben....es bringt den Menschen die sich selbst verletzen ja sogar verstuemmeln ueberhaupt nix von so einem (verzeihung) arroganten Rotzloeffel wie dir als Schmarotzer und Lebensunwert hingestellt zu werden ...was den Leutchen aber hilft: zuhoeren! Ob du es gleubst oder nicht: reden und zuhoeren und verstehen...das ist das einzige was diesen menschen fehlt..und was ihnen helfen kann...
was auch fehlt ist menschliche naehe aber du argumentierst, wenn man das ueberhaupt argumentieren nennen kann, mit dem was diese Menschen so einsam machte und sie verletzte: mit purem egoismus!
Ich habe schon einiges an Menschen kennengelernt...auch solche Personen, die du als unwetrt empfinden magst... missbrauchte...psychisch gestoerte..behinderte......
und ihnen allen fehlte eins: naehe zu spueren...und zu empfinden....
ich bin uebrigens weder Krankenpfleger noch sozialarbeiter ..oder selbst zu den von mir genannten Gruppen gehoerig... aber ich habe mich informiert und diesen Menschen zugehoert und ich werde e es immer wieder tun...komisch was ? wenn man ueber seinen eigenen tellerrand hinausguckt sieht man wie gross die welt sein kann....

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