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Nutzer: DingensBumens
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geschrieben am: 17.10.2003    um 16:35 Uhr   
Also, zunächst mal ist das ganze bekannt unter Autoagressivität ;o) Häufig tritt diese Selbstverstümmelung bei authistischen Kindern oder Erwachsenen auf, jedoch nicht nur. Diese Art von Selbstverletzung hilft (nach Aussage einer Betroffenen)Žzu merken das man selber noch da ist, das man noch existiert. Viele dieser menschen müssen das Blut sehen, um zu wissen das es sie noch gibt. Ähnliche Dinge sind zum Beipiel lautes Schreien, um sich selber zu hören, oder Agressivität gegenüber anderen, um ein gewisses Machtgefühl zu haben, und stärker zu sein als Angst und Schmerz. Oft ist es auch ein stummer Hilfeschrei, der die Menschen im Umfeld darauf aufmerksam machen soll, das einem etwas auf der Seele brennt, über das man nicht zu reden vermag, un das einen innerlich zerstört. Solche Menschen versuchen oft diese Art Probleme mit dem Blut aus sich heraus fließen zu lassen, ähnlich wie Gift.
Niemand darf mir glauben, wenn ich lache oder weine,
Niemand darf von Zukunft reden, denn ich sehe wirklich keine,
Nur wenn ich die Augen schließe geh' ich jedesmal zu weit:
Es ist nur eine Frage des Momentes und der Zeit.
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Nutzer: NickOhneNamen
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geschrieben am: 25.07.2003    um 01:30 Uhr   
Ja Atreju, das trifft voll und ganz zu !

NoN
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Nutzer: Atreju
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geschrieben am: 24.07.2003    um 21:28 Uhr   
Manchmal isses acuh so, dass man sich irgendwie selber beweisen muss, das dies mein Körper iss in dem ich wohne, dass ich allein das Recht habe mich zu verletzen. Niemand kann mich mehr verletzen als ich es selber kann. Niemand!
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Nutzer: Yogibaer18m
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geschrieben am: 23.07.2003    um 17:48 Uhr   
NACHTRAG:

Wenn jmd. betroffenes mal mit mir drüber reden,kein Problem,flüstert mich einfach an. ich bin vielleicht kein Psychater,aber ich kann gut zuhören. So long und kopf hoch,man kann alles schaffen,wenn man nur will! Wünsch euch viel Glück und Kraft dafür!!!
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Nutzer: Yogibaer18m
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geschrieben am: 22.07.2003    um 14:43 Uhr   
so
Geändert am 06.09.2003 um 11:54 Uhr von Yogibaer18m
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Nutzer: NickOhneNamen
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geschrieben am: 17.07.2003    um 02:27 Uhr   
Ich habe nicht alle 202 Antworten auf dieses Forum gelesen, dass wäre um diese Uhrzeit zu viel. Ich weiss auch nicht nicht in wie weit mein Statement dazu passt bzw. ob vergleichbares schon genannt wurde und dennoch

Outing:

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich aus hier jetzt nicht näher zu benennenden Gründen im höchsten Masse depressiv. Eine totale innere Lähmung hatte mich ergriffen. Existenzangst, Zukunftsangst, Todesangst. Die Angst war wie ein dunkler Schleier, der alles um mich herum hat schwarz werden lassen. Ich fühlte mich, als würde ich mich in einer von fremden Mächten ausgebombten Stadt befinden. Ganz alleine. Irgendwo zwischen Trümmern, alleine, krank; irgendwo zusammengekauert in der Ecke. Angst mich zu bewegen, Angst entdeckt zu werden. Glaubt mir es war die Hölle. Ich fühlte mich lebendig begraben, tot, als hängengebliebene Seele zwischen Leben und Tod. Resignation. Totale Resignation. Durch diese Krankheit hatte mein Körper alles was nicht unbedingt lebensnotwenidg war abgeschaltet. Und zu aller erst schaltet ein Körper Gefühle ab. JA! Ja, ich habe Rasierklingen Namen gegeben und JA ich habe mich selbst verletzt. Und warum?! Ich wollte spüren das ich noch lebe??! Habe ichs gespürt? Nein! Es tat nicht weh. Nichts. Taub. Ich habe damals nicht GESPÜRT, dass ich noch lebe. Aber ich habe es gesehen! Blut...

Das alles ist jetzt 5 Jahre her. Ich bin geheilt. Alle 2 Monate habe ich 2 bis 3 Tage in denen der Schleier sich zurückmeldet, dass sei normal sagen die Ärzte. Und so wie Frauen sich keine Sorgen machen brauchen wenn sie einmal im Monat ihre Periode bekommen, mache ich mir keine Sorgen, dass mich 6 mal im Jahr diese Kälte übermannt. Ich habe Mittel gefunden die "Trauertage" zu überstehen. Ich spüre wenn es anfängt. Und ich warte, dass es aufhört.

Heute könnte ich mich nie selbst verletzen. Ich habe mich kürzlich beim Kartoffelschälen in den Finger geschnitten. Es tat wirklich sehr weh. Ich habe geweint. Vor Schmerz?! Nein vor Glück.

Bitte nehmt mir diesen sehr persönlichen Text nicht übel... das musste ich jetzt einfach loswerden.

NoN
Geändert am 17.07.2003 um 02:32 Uhr von NickOhneNamen
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Nutzer: Zwergenfee
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geschrieben am: 14.05.2003    um 12:45 Uhr   
hmmm, mal ein verspäteter Nachtrag: Ich würde sagen, die Hauptmotivation fürs Ritzen/Schnippseln ist, seelischen Schmerz durch körperlichen, der vergleichsweise leichter zu ertragen ist, zu verdrängen

so long

Zwergenfee
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Nutzer: WhiteWolf7505
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geschrieben am: 09.02.2003    um 02:57 Uhr   
Hi erstmal!!

Ich habe mich hier schon zu mehrern Themen geäussert, aber das ist mal recht interessant. Um mal auf Seth zurück zu kommen. Nicht jeder der ritzt, is arbeitsscheu oder ein Junkie. Manche machen es aus Langeweile, andere wie eingie schon sagten, um zu spüren, dass sie noch existieren. Es ist wirklich eine Störung, der dringend professioneller Hilfe bedarf, aber die meisten trauen sich halt nicht was zu sagen. Ich kenne ein paar von solchen "Ritzern" und es ist einfach nur traurig. Sie werden behandelt, als wären sie abschaum, weil viele nicht wissen wie man mit solchen Menschen umgehen soll. Naja, mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

Grüsse
WhiteWolf
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Nutzer: Zwergenfee
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geschrieben am: 21.01.2003    um 13:40 Uhr   
@Vannchen
Klar gerne, würd mich freuen

Zwergenfee
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Nutzer: Pinguin21
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geschrieben am: 21.01.2003    um 11:50 Uhr   
Hallo Lady, schön das Du Dich für dieses Thema interessierst.
Ich muss zu Deinem ersten Satz was dazu sagen. Betroffene merken nicht das es schlimm ist. Sie sagen sich immer das wird schon wieder so schlimm kann es nicht sein.
Mir ist es mal passiert dass ich mich vor meinen eigenen Verletzungen sehr erschrocken habe, weil ich es immer sehr verdrängt habe. Bis ich dann eine weile aufgehört habe. Aber leider habe ich es noch nicht geschafft davon los zu kommen. Ich finde es toll von Dir das zu für jemanden kämpfen würdest die Betroffenen ist. Es gehört sehr viel Mut dazu. Wie kannst Du solchen Menschen helfen? Indem Du zuhörst und für sie da bist. Und Du versuchst sie zu verstehen.



achtet auf einen liebevollen blick, der länger dauert als gewöhnlich, auf ein lächeln, was mehr bedeutet, als es der augenblick eigentlich zuläßt. achtet auf stumme nähe, die mehr sagt als jedes wort. das sind die leute, die wirklich eure freunde sind, denen ihr euch anvertrauen könnt und die euch kompromisslos ernstnehmen.


Stimmt, Â…Â….


ich könnte zu diesem thema noch soviel schreiben, es brennt mir eine menge auf der seele, aber mehr kann ich nicht schreiben, mir fehlen einfach die worte....


Du kannst jederzeit was schreiben. Würde mich auch interessieren.

Ich wünsch euch allen noch was und hoffe bis bald.
Alles Liebe Â….
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Nutzer: Lady
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geschrieben am: 21.01.2003    um 02:16 Uhr   
hallo,

ich habe den gesamten thread gerade gelesen und muß sagen, ich bin beeindruckt und vor allen dingen betroffen, wie schlimm das ganze sein kann.
vor etwa einem jahr kam ich in kontakt mit freunden betroffener, die mir einiges erzählten darüber, auch weil ich immer wieder nachgefragt habe, einmal aus reinem interesse und zum anderen, weil ich es verstehen wollte, warum jemand so etwas macht.
für mich stand nie die frage in raum, ob es nur eine bestimmte gruppe von menschen ist, die sich das antun (die vielzitierten "psychos").
mir kam sehr schnell die frage, wie man solchen menschen helfen kann.

ich weiß, daß ich kämpfen würde wie ein tier, wenn mir so ein fall in meinem bekanntenkreis auffallen würde.

in diesem thread ist mir aufgefallen, daß die betroffenen sich sehr mit ihrer umwelt beschäftigen, ihre freunde und bekannten sehr genau beobachten.
es steht mir als außenstehende nicht zu, ratschläge oder tips zu geben, wie man an hilfe kommt, aber ich möchte trotzdem etwas dazu sagen.

achtet auf einen liebevollen blick, der länger dauert als gewöhnlich, auf ein lächeln, was mehr bedeutet, als es der augenblick eigentlich zuläßt. achtet auf stumme nähe, die mehr sagt als jedes wort. das sind die leute, die wirklich eure freunde sind, denen ihr euch anvertrauen könnt und die euch kompromisslos ernstnehmen.

ich könnte zu diesem thema noch soviel schreiben, es brennt mir eine menge auf der seele, aber mehr kann ich nicht schreiben, mir fehlen einfach die worte....

Lady
Es läßt sich nur der ärgern, der geärgert werden will.
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Nutzer: Vannchen
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geschrieben am: 20.01.2003    um 22:56 Uhr   
@ Zwergenfee....

Sorry, dass ich mich jetzt erst melden kann, ich hatte zwischenzeitlich nit viel Zeit (keinen Rechner zur Zeit und auch den ganzen Schreibtisch voller Aufträge)

Ich finde dein Angebot sehr nett ... Aber sorgen muss man sich glaub ich (hoffntlich) keine mehr machen .... Ich hoffe, dass ich das schaff und durchhalt was ich mir vorgenommen hab und dass ich andere Wege und Mittel als das nutzen kann...

Aber falls ich mal die Angst verspüre, dass ich das nicht mehr kann, werde ich deine Hilfe gern annehmen ... Aber auch wenn du so mal reden magst, werd ich das sehr gern wahrnehmen (hoffe morgen wieder einen Rechner zu haben, dann kann ich dir eine Post mit etwas definitivem hinterlassen)

Liebe Grüße

des Björnsche
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Nutzer: Pinguin21
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geschrieben am: 20.01.2003    um 15:08 Uhr   
Hallo, ich habe mir gerade noch mal die Beiträge durchgelesen. Und ich habe wirklich fast alle gelesen. Ich weiß im Moment nicht so recht was ich schreiben soll, weil mir sehr viel durch den Kopf geht? Ich finde das Betroffene nicht Arbeitsscheu sind und auch nicht durchgeknallt sind. Betroffene habe sich meist sehr stark unter Kontrolle. Und sie wissen auch warum sie das tun. Am Anfang vielleicht nicht. Aber später befassen sie sich damit.

Sie beobachten sich und vor allem andere Menschen sehr stark. Sie wollen von außen sehr normal und sorgenlos wirken. Man sieht es den meisten nicht an. Und ich finde es sehr wichtig Betroffene nicht wie ein Ei zu behandeln. Sondern wie ganz normale Menschen.
Ich finde es toll das sich Menschen dafür interessieren. Ob sie jetzt Betroffenen sind oder nicht, dass spielt keine Rolle. Hauptsache man setzt sich damit auseinander.

Man sollte immer aufpassen, dass man die Distanz behält. Unter den Betroffenen sind auch Männer darunter. Betroffene habe auch ein sehr geringes Selbstwertgefühl. Das Schneiden bedeutet für mich/sie sich selbst spüren. Weil Betroffene haben ein schlechtes Körpergefühl. Es muss nicht bei jedem so sei, aber bei dem meisten ist es so. Ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung. Ich würde mich auf Antwort freuen. Ich wünsch euch allen ganz viel Kraft und ich danke für das durchlesen. Alles Liebe…..
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Nutzer: Pinguin21
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geschrieben am: 19.01.2003    um 18:48 Uhr   
Hallo zusammen.



Ich habe jetzt schon sehr viele Beiträge gelesen. Lieder nicht alle. ( Sorry, Hundeblick)

Ich finde es sehr schön dass sich Menschen für dieses Thema interessieren. Es gibt leider Menschen die sich damit nicht auseinandersetzten wollen. Menschen die dumme Sachen ablassen, sind für mich einfach zu dumm und nicht reif genug. Oder Ihnen fällt einfach die Kraft dafür. Was man ihnen nicht übel nehmen sollte.

Ich weiß wie es ist nicht mehr weiter zu wissen. Und man hat das Gefühl alles wird einem zu viel und das hat kein Ende. Ich selber habe sehr viel misst erleben müssen. Ich weiß im Moment selber nicht mehr was ich schreiben soll? Nach dem ich hier so viele Beiträge gelesen habe. Es gibt sehr viele Menschen die das machen. Ich selber bin von außen her sehr lustig. Man sieht es mir nicht an. Ich bin hoffe es jedenfalls dass man es mir nicht ansieht. Es gibt Momente dann wünschte ich mir so sehr jemanden mit dem ich reden könnte. Einen guten Freund oder Freundin mit der ich reden könnte. Ich selber habe viele Freunde. Aber nicht die Freund mit denn ich reden kann. Es wissen nur wenige von meinen Problemen. Die Menschen die es wissen wohnen sehr weit weg. Ich wünschte mir so sehr jemanden zu haben der ihr in der meine nähe ist. Zum Glück fällt es mir jetzt leichter zu reden. Ich selber im Medizinischen Bereich tätig. Ich wünsch euch allen ganz viel Kraft. Und ich schicke euch ganz viele Kraftkekse mit. Ich würde mich auf Antwort freuen.

Alles LiebeÂ…..
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Nutzer: daysleeper81
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geschrieben am: 17.01.2003    um 22:37 Uhr   
hmmmm....sich das mal grad alles durchgelesen hat und feststellen musste das sie ein leicht falsches bild vom ganzen hatte.

Als regelmäßige Jürgen Domian Hörerin ist mir dieses Thema wohl geläufig gewesen (habe auch jedes mal mit den betreffenden Person mitgefühlt bzw es versucht , denn ich denke das kann ein aussenstehender begreifen), habe es aber doch unterschätz.

Was bei den Gesprächen bei Domian 'heraus kam' das es ein ersatz fürs weinen sei...also das das blut die funktion von tränen hat.

*mal auf ihr posting starrt* hätte ich mir auch sparen können oder? naja , ich wollte eigentlich nur sagen das es mir etwas 'geholfen' hat die person zu verstehen , die sich letztens wohl bei mir daheim geschnitten hat.
Es hat mich doch sehr geschockt , aber mit dem 'neuen' backround......*seufzel und im wald verschwindet*
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Nutzer: Zwergenfee
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geschrieben am: 16.01.2003    um 16:17 Uhr   
@vannchen

hmmmm...irgendwie hört sich das was du schreibst, ned besonders gut an. Muß ich mir Sorgen machen? Wenn du reden willst, hinterlaß mir /Post

Zwergenfee
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Nutzer: Vannchen
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:48 Uhr   
Es lässt Interpretationswege offen, ich weis das und das ist auch gewollt ... Ich stimme fee da zu was Alternativen angeht und dass dann zum Teil doch wieder zum Messer/Schere/Klinge oder was auch immer gegriffen wird, wenn man einfach das Gefühl verspührt, dass man nimmer kann ....

Den Weg ohne das gibt ... man kann ihn lernen ... Einige sind schon am Ende des Weges ...

Andere begehen ihn noch ....

des Björnsche
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"Autor"  
Nutzer: Zwergenfee
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:38 Uhr   
@Seuchenherd

(Zitat)Aber man kann den Menschen helfen, wenn sie das wollen(/Zitat)

Genau das ist der springende Punkt: Die meisten autoaggressiven Menschen wollen irgendwie schon davon weg, sehen aber die wahrhaft einzige Befriedigung darin, sich zu verletzen. In der Therapie werden ihnen andere Ventile nähergebracht (malen, schreiben, Sport, Reden...), doch wenn es dann wirklich hart auf hart kommt, greifen die meisten doch wieder zum Messer. Sich aus der Autoaggressivität zu lösen, ist ein langer, harter Weg

Zwergenfee
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Nutzer: Seuchenherd
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:29 Uhr   
(zitat)Weil dies nicht nur Frauen tun ....(/zitat)

Das lässt jetzt einigen Interpretationsspielraum, weil es eigentlich keine Antwort auf meine Frage ist, zumindest nur ne Halbe. Aber das will ich jetzt hier auch nicht ausbauen, aber man kann den Menschen helfen, wenn sie das wollen.

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"Autor"  
Nutzer: Vannchen
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:22 Uhr   
Weil dies nicht nur Frauen tun ....
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Nutzer: Seuchenherd
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:19 Uhr   
(zitat)

und traurig schaut ...(/zitat)
Wieso das?
Wenn man fragen darf.

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"Autor"  
Nutzer: Vannchen
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geschrieben am: 15.01.2003    um 22:16 Uhr   
schweigend nickt .....

und traurig schaut ...
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"Autor"  
Nutzer: Zwergenfee
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geschrieben am: 15.01.2003    um 21:44 Uhr   
Aaalso, ich oute mich jetzt als jemand, der wegen krasser Probleme schon mal eine zeitlang auf einer psychatrischen Station war. In dieser Zeit habe ich einige autoagressive Mädels kennengelernt.
Der Grund für Autoaggressivität liegt, wie ihr ja schon erkannt habt, im Sichwiederwahrnehmenwollen, bzw. schlicht daran, daß das Ventil für die aufgestaute Aggression in die verkehrte Richtung läuft. Nachdem sie sich verletzt haben, geht es autoaggresiven Menschen besser, weil der körperliche Schmerz kurzweilig den seelischen verdrängt.
Viele "Ritzer" therapieren sich, in dem sie in einer kritischen Situation z.b einen eiskalt gefrorenen Coolpack in die Hand nehmen. Auch das verursacht Schmerz, also gewissermaßen Ersatzbefriedigung.
Im Übrigen bringt es garnichts, diesen Menschen Messer oder scharfe Gegenstände wegnehmen zu wollen, dann wenn man das wirklich will, kann man sich auch mit einer Buchseite verletzten,

so long (or longer)

Zwergenfee
Geändert am 15.01.2003 um 21:47 Uhr von Zwergenfee
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Nutzer: Gruftine
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geschrieben am: 05.10.2002    um 14:55 Uhr   
Leider kenn auch ich zwei Personen, die sich soetwas angetan haben und es ist schon traurig, nur mit anzusehen, wie anderere sich selbst zerstören.
Man kann als Außenstehender nur da sein, nichts wirklich tun, weil man selbst mit dem Problem nichts richtig anzufangen weiß und es ist absolut ein Hilfeschrei nach Liebe und Anerkennung. Viele "bluten", weil sie den Schmerz eigentlich vergessen wollen, aber sich dadurch "spüren" und da sie keinen haben, mit denen sie ihre Probleme besprechen können (das meinen sie oder es ist wirklich so), tuen sie sich selbst weh, um so mit diesen Problemen fertig zu werden und es ist ihnen egal, was sie sich wirklich damit antun. Es ist ein Seelenschmerz, der nie richtig heilen kann, wenn sie sich nicht professionell helfen lassen.
Es kann ein kleiner Streit oder eine unangenehme Situation kommen, die wieder ein Rückfall auslöst. Und die Leute, die sich das antun, werden immer jünger, leider. Sie sind mit sich, der Gesellschaft und ihrem Leben nicht zufrieden oder überfordert oder haben soviele Probleme, das sie keine andere Lösung sehen, als sich zu zerstören. Es ist eigentlich ein Tabuthema, doch durch TV oder Zeitungen wird es immer mal wieder ans Licht gebracht. Die Dunkelziffer ist sicher hoch...
Und es wird sich bestimmt nichts ändern, es wird noch schlimmer werden, denke ich, da die Welt sich auch weiterdreht und nicht besser wird. Jeder ist ein Einzelkämpfer und muß zusehen, wie er in dieser schrecklichen Welt überlebt. Und das gilt es, anzugehen. Zu leben und zu überleben. Aber auch mit den Konsequenzen. Und diese Konsequenzen zu erkennen, macht es vielen schwer, ihr Leben noch sinnvoll zu gestalten. Es ist ein Teufelskreislauf, aus dem es gilt, auszubrechen...
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Nutzer: Polo123
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geschrieben am: 04.10.2002    um 17:35 Uhr   
@Seth
Sorry, bin erst relativ spät auf dieses Thema gestoßen.
Ich kämpfe mit so einem Problem.
Bin aber werder ein Junkie, noch ein arbeitsscheuer Mensch.
Ich lebe meinen Tag wie jeder andere nur ohne Motivation mal zu lachen. Sechs Jahre mach ich jetzt schon so einen Scheiß und dann kommt so einer wie du und meint er müßte rumstreßen anstatt zu helfen. Ich bezweifle das du hier mitreden kannst, du hast anscheinend keine Ahnung davon, sonst würdest du nicht so reden. Ist schon mal jemand vor dir gelegen in einer riesigen Blutlache?

P.S.: Ich bin auch kein Psycho!
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