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geschrieben am: 04.04.2004 um 23:39 Uhr IP: gespeichert
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ich hab geschrieben....
ich hatte schmerzen und daher wusste ich, dass ich wach war, ganz alleine mit der stille als mein nachbar. die luft war erfüllt mit nervengift und wie bekifft starrte ich auf meine hand als ich begriff das sie zum stift griff. lauter buchstaben entstanden mit hilfe von schreibwaren, was ich schreib, war´n resultat von einen schreibwahn, ich war teil einer vision die aus mir selbst entstand, irgendetwas lenkt meine gedanken und dieser gedanke lenkt meine hand.
ich hab soviel geschrieben, aber niemand hört her, würde der welt zu gerne sagen, was ich wert wär. die miene brach, aber ich schrieb weiter, die nie gesagten worte rächen sich, aber die bleistifte in meinem kopf, die brechen nicht, ich hab geschrieben bis meine finger wund waren, weil kein einziger ton mehr aus meinem mund kam. denn als du gingst, ging auch meine kraft zu reden fort wie ein knebel in meinem mund, an diesem tag wurde mein leben zu nebel und ich ging auf die straßen mit meinem marker, es hat niemand gemerkt, seit diesem tag hab ich züge gesprüht und die wände von heidelberg gefärbt, ich hab meinem namen gemalt, 1000 mal und mehr, meist als meisterwerk, damit es das selbstbewusstsein stärkt. ich hab tags mit nem stein in bundhaltestellen gekratzt, damit mir der kopf nicht platzt! ich hab soviel geschrieben in der schule auf tischen, bänken und toiletten, ich wollte rappen, aber ich schwieg und schrieb und ich schweig und schreib über die grammatik der farbe blau, werte der worte im sprung der zeit zwischen mann und frau, interpretation, aufsatz, diktat, gedicht, ein wort, dass ich noch nicht geschrieben hab, das gibt es nicht. aber es gibt drei worte, sie sind nur für dich, ich hab sie dir nie gesagt, und das bereu´ich heute fürchterlich. ja, ich habs bereut, also hab ich meinen schmerz beschrieben, du hast mich aufgegeben, also hab ich meinen schmerz aufgeschrieben.
in der zeit zwischen den träumen, da kann ich schreiben, exhibitionist gegenüber dem blatt, ich muss ihm einfach mein intimstes zeigen, ich traf so viele frauen und schrieb ihre nummern auf, aber ich rief nie an....weil ich nicht mehr sprechen kann.
ich weiß noch, wie nach dem konzert der junge zu mir kam ich wollte ihm soviel sagen, ihn warnen, aber die zeit reichte nur fürn autogramm, ich hab versagt, deswegen sag ich nichts mehr, als ich leise oben an der decke lag, so leer, wie ein weißes blatt flog ich in meinem zimmer umher, auf dem bett bleib ich liegen und dann beweg ich mich nie mehr, ich dreh den kopf und gleich da neben mir liegen sie, die blätter mit tausend intensiven gedanken, geformt in wort, wenn man schreibt, dann sprechen sie, da in dem schuhkarton fließen sie, hörst du sie?, murmeln deinen namen. ein einziges wort, dass mir im schlaf den schweiß auf die stirn treibt, wenn man schweigt, kann ich hören,welchen scheiß auch mein gehirn schreibt. ich hab soviel geschrieben, aber niemand hats gehört, oder hast du?
all ihr lieder, noten, worte, gebt doch endlich ruh!, lasst mich allein, ich wollte schrein, aber vom träumen wurde ich müde und schlief endlich ein, wälzte mich wie wild hin und her, fiel vom bett, direkt in die schachtel mit den texten vor schreck, musste ich erkennnen, dass ich kein mensch mehr war, eingeklemmt zwischen dem A und dem K wurde es mir klar. ich war der 27. buchstabe, das komplette alphabet stand gegen mich, sie schauten mich an und lachten mich aus, die sätze sagten ich sei aussätzig und so setzen sie mich aus, und ich konnte mein gesamtes leben lesen, dann wachte ich auf, und tat einfach so, als sei nichts gewesen. ja, rap ist ne religion, das ist klar, aber wo war gott, als ich alleine mit meinen reimen war?, es war zu vielen klar, um noch was zu klärn und viel zu vieles wahr um sich dagegen zu wehren, und als wären alle worte gegen mich, schreibe ich und kämpfe ich, solange bis ich die richtigen worte finde für dich, auf die bettdecke, auf die tapete und auf meine haut, ich hab in meine bücher geschaut, sie waren leer, aufnehmen geht nicht mehr.
heut muss alles raus, was ich gelesen hab und gewesen bin. ich schreib es hin, ich hab geschrieben, als würde ich deinen körper zeichnen, den stift über die blätter streichen und zärtlich über deinen rücken streicheln, stundenlang hab ich geschrieben, wie leid es mir tat, hätt ich´s dir gesagt, hätt ich uns viel erspart, zu spät, was ist geblieben?
an einem tag hab ich stark an dich gedacht, ich hab geweint, gereimt und mit meinen tränen dir diesen text geschrieben.
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