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Elvensaga - Auldtymes

Alerhon hütete die Schafe, wie er es immer für seinen Vater, Josiph an Avran tat. Er wanderte über die südlichen Almen des Miras Thir. Es war die Herde des Dorfes, die es eines abends an den alten Stein am Weg ins Tal nach Talsend, seinem Wohnort, führte. Wie immer setzte er sich an den alten Stein und schlief ein.

Sie strahlte in gleißendem Weiß. Sie sagte etwas zu ihm, er sah ihre makellosen Linien, ihre absolute Schönheit. Aber hören konnte er sie nicht. Sie sah zu ihm auf und verschwand in der Dunkelheit.

Alerhon erwachte schweißgebadet. Er wusste ihren Namen, obwohl er sie nie gesehen hatte, als nur in seinen Träumen. Nur konnte er sich nie nach dem Erwachen an den Namen erinnern. Ihn fröstelte. Für Anfang April war es nachts noch ziemlich kalt. Er schaute zum Himmel. Der Kleine Dachs war noch nicht aufgegangen, also waren es noch fünf Stunden bis Sonnenaufgang.

Er setzte sich auf, hörte die Herde unterhalb des Steines friedlich grasen und blöken. Er schaute hinunter ins Dorf, das friedlich schlief und wollte sich gerade wieder hinlegen, als er im Westen einen Lichtschein im Gebüsch wahrnahm. Vorsichtig stand er auf und bewegte sich Richtung Norden in Deckung einiger Stein, schlich in westlicher Richtung um das Gebüsch herum. Als er sich der Stelle näherte, wo er den Lichtschein wahrgenommen hatte, sah er eine Gestalt im Sternenschein sitzen.

"Hallo junger Mann," sagte eine tiefe, sonore Stimme, "Ich sehe, du bist ein stattlicher, junger Mann geworden, Alerhon"
"Wer seid Ihr?"
Nach einer langen Weile schmunzelte der Mann, erhob sein Gesicht zu Alerhon und sagte: "Das mein Freund sollst du erfahren, aber erst morgen, wenn du mit den Schafen zurück im Dorf bist und ich meinen alten Freund Josiph gesehen habe."


"Anina!" "Anina! Wo steckst du, dein Vater sucht dich!"
"Ich komme schon, Mutter!" rief Anina ihrer Mutter zu. Heute war der große Tag, heute sollte der Beginn des großen Erntefestes sein und Jönbinger war ein einziger Ameisenhaufen. Jedermann war auf den Beinen, um die Stadt festlich zu schmücken. So eine Ernte hatte sie ja auch seit Jahren nicht mehr eingebracht. Anina lief nach Hause, ließ ihre Mutter auf dem Marktplatz zurück. Ihr Vater war der Bürgermeister dieses schönen Städtchens und sie sollte heute Abend, stellvertretend für ihn, die Dankesrede an die Ernter richten.

Kurz vor der Haustür trat eine grün gekleidete Gestalt in ihren Weg.
"Anina?"
"Ja," sie schaute die Fremde verwundert an.
"Wer seid Ihr?"
Die Fremde zog die Kapuze ihres langen Mantels zurück. Sie sah jung aus, ohne jegliche Falten, das Haar war glatt und lang und schimmerte in hellem Kupfer, aber in ihren grünen Augen schien die Weisheit von Jahrtausenden zu scheinen.
"Meinen Namen wirst du erfahren, aber erst muß ich mit deinen Eltern reden. Es ist sehr wichtig," sagte sie eindringlich.

"Vater, ich bin da," rief Anina, als sie die Haustür öffnete. "Ich hab Besuch mitgebracht."
"Du weißt doch, wie wichtig der Tag heute für dich ist," hörten sie Alförd, Aninas Vater, aus dem Hinterziimmer, hinter der Treppe, rufen. "Wer ist es denn."
Alförd kam in die Diele, lächelte und als er die Fremde bemerkte. wurde er weiß im Gesicht, und begann zu stammeln: "N-n-n-n-nein..."
"Vater, was hast du!" schrie Anina plötzlich auf. Sie stürzte zu ihm, als er sich schwer atmend auf einen Stuhl setzte. "Vater, was ist? sie weinte fast, schaute zurück zu der Fremden und wurde zornig: "Wer bist du, was hast du meinem Vater angetan.....?"
vom 
16.07.2017 um 01:53 Uhr
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