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Ave Alex, vulgus te salutat! |
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geschrieben am: 23.04.2003 um 19:00 Uhr
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And the winner is... Alex. - Ja es ist so weit, Deutschland hat seinen Superstar. Endlich. Wie konnten wir konsumbewussten Mitteleuropäer bisher auch ohne ihn Leben. Vorbei die Zeiten, in denen wir uns mit Michael Jackson, Robbie Williams oder Tina Turner begnügen müssten, denn jetzt haben wir unseren eigenen Star erschaffen und reihen uns damit in eine lange Liste von Ländern ein, die genau wie wir ihr Idol suchten.
England hat sogar zwei gefunden, aber der einen von ihnen ist schwul und zählt somit wohl nicht so ganz, doch wenn es nach uns Dieter geht, bekommen wir ja sowieso drei. Wenn wir schon beim Grand Prix keine reellen Chancen haben, sind wir wenigstens auf diesem Gebiet Spitzenreiter.
Alex, der Junge von Nebenan, wie er nur all zu leicht vom RTL-Management angepriesen werden kann und auch wird, hat wie all die anderen Superstarkandidaten eine deutliche Metamorphose zu dem hingelegt, was uns Zuschauern als das letztendliche Produkt angepriesen wird. Und wir greifen gierig zu. - Alex ist ein echter Superstar. Zumindest benimmt er sich schon wie einer: Neben der obligatorischen Exfreundin, die ihm bis zur letzten Minute auf seinem steinigen Weg zum Erfolg bei Seite stand und Rückhalt gab und im Moment des Triumphes fallen gelassen wurde wie eine heiße Kartoffel, bis hin zu Prügeleien in Hotelzimmern hat Alex alles zu bieten, was einen erfolgreichen Musikstar ausmacht. Sogar das Gesicht eines Superstars hat er aufzubieten, oder zumindest das eines Typen, der auszog um einer zu werden. Wenn Ralf es im sportlichen Bereich nicht schaffte, erreicht Alex vielleicht im musikalischen den Durchbruch. In Ingolshausen soll neulich sogar eine Kartoffel mit seinem Profil gewachsen sein und was sagt uns das? Das Kartoffeln das letzte bisschen Stolz aufgegeben haben? - Auch, aber vielmehr ist es ein Omen. Nicht viele konnten nach so kurzer Zeit mit Gemüse aufwarten, das ihre Gesicht zeigt. Elvis schaffte es sogar in Form von Schweißflecken auf T-Shirts, aber er war ja auch der King.
Ein Lied hat Alex auch schon verfasst, oder besser uns Dieter und weil die Tonleiter ganze acht Noten anzubieten hat, gab es das Album gleich dazu. - Alex wurde im Vorfeld immer wieder als der potentielle deutsche Robbie Williams bezeichnet. Robbie ist ein einzigartiger Entertainer, ob man ihn mag oder nicht, aber ganz abgesehen davon, fehlen Alex nicht nur das selbe Charisma, der Sexappeal oder eine Vielzahl an Tatoowierungen, sondern einfach ein Song der Klasse hat. "Tonight" klingt wie der Überschuss, der bei den Albumzusammenstellungen anderer Künstler aussortiert wird und ausnahmsweise auf kein Modern Talking Album passte. Selbst mit einem rudimentären Englisch erkennt man die Banalität des Textes und man muss kein Musikkritiker sein um das stupide Gedudel der Melodie, die einem altbekannten 0/8-15 Konzept folgt, zu bemerken, wenn man dazu bereit ist. Ja wenn... Doch Alex erste Single schlug ein wie eine Bombe - wer hatte bitte etwas anderes erwartet - stieg von null auf eins und verkaufte sich öfter als der gesamte Rest der Top Ten zusammen. Über fünfzig Jahre wartete Deutschland auf seinen Superstar, und der Pöbel liegt ihm zu Füßen. - Ave Alex, vulgus te salutat!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2003 um 19:18 Uhr
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(zitat)
äh .. ein paar Wochen zu spät, sorry; macht ja nix ..
(/zitat)Keine Sorge, die geistige Flachheit des Forums wird es schon nicht regestrieren und es für aktuell halten  |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2003 um 19:14 Uhr
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äh .. ein paar Wochen zu spät, sorry; macht ja nix ..
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