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Therapie gegen Angstzustände

Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 30.05.2004    um 19:55 Uhr   
So, aus persönlichem Amlass möchte ich von euch gerne wissen, wer sich mit sowas auskennt und evtl. weiss, wie lange so etwas dauern kann.
Nicht ich mache so etwas, sondern eine Bekannte von mir. Und anscheinend soll sie einige Monate isoliert von der Aussenwelt verbringen.

Würde euch bitten, nur sinnvolles zum Thema beizutragen und diesen Thread nicht vollzumüllen.
Ansonsten bin ich unter /post im Chat zu erreichen.

Emp
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Nutzer: MiKro
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geschrieben am: 27.06.2004    um 18:57 Uhr   
Wie gewünscht.

Dieses Business ist binär: du bist eine Eins oder eine Null, lebendig oder tot.
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 27.06.2004    um 18:54 Uhr   
@MODS, Thread bitte schliessen.

Svenja, ich hoffe wirklich für dich, dass du es packst, wieder ein anständiges Leben zu führen. Werd dich nie vergessen.
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 02.06.2004    um 18:10 Uhr   
Dann isses wohl doch nen Trauma, so wie sheet das beschrieben hat....(von der Zensur gestrichen)
Geändert am 02.06.2004 um 18:11 Uhr von Emperor
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Nutzer: blo
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geschrieben am: 02.06.2004    um 14:47 Uhr   
bei phobien läßt sich das meiste ambulant machen, durch konfrontation in therapeutischer begleitung. falls deine angstzustände wechselnd sind (also wenn du alle paar wochen einen anderen rappel hast) steckt möglicherweise eine ernstere störung dahinter, z.b. borderline. hier gehts dann oft nicht mehr ohne einweisung weil die sache zu kompliziert wird um in ein oder zwei sitzungen die woche abgearbeitet zu werden. meiner meinung nach sollte man aber zu erst was ambulantes versuchen. stationäre therapien halten einen unter der käseglocke geschützt und nach der entlassung passt dann erstmal gar nichts mehr. das macht es dann mit unter schlimmer als vorher. also wo es noch geht, ambulant und unter einbindung des direkten umfeldes. medikamente helfen sehr schnell, sind aber nicht für jeden die beste lösung, weil`s schon derbe abhängig machen kann wenn jemand die neigung dazu hat(und die hat wohl fast jeder angstpatient).
Geändert am 02.06.2004 um 14:49 Uhr von blo
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Nutzer: sheet
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geschrieben am: 02.06.2004    um 13:59 Uhr   
Unter einem Trauma (griech. Wunde; pl. Traumata) versteht man
- eine Gewalteinwirkung auf den Körper, welche eine Verletzung verursacht, oder
- eine durch Vernachlässigung oder äußere Gewalteinflüsse verursachte psychische Erschütterung, die sich negativ auf die weitere Entwicklung auswirkt und zu einer akuten Belastungsreaktion, posttraumatischen Belastungsstörung, Anpassungsstörung oder zur Entwicklung von Neurosen führen kann.

Letzteres meinte ich ;)
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Nutzer: streichelhai
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geschrieben am: 01.06.2004    um 22:25 Uhr   
hai :-)))

phobien im eigentlichen sinne können leicht durch nur ein einzelnes erlebnis ausgelöst werden .. panikattacken wachsen eher mit wiederholungen der angstzustände.
beides ist aber miteinander verwoben .. die übergänge sind recht fließend. eine herkömmliche phobie belastet im alltag kaum .. sie ist an das ereignis gebunden .. keine spinne da, kein problem .. als beispiel der arachnophobie.
bei den panischen angstzuständen braucht es aber keines konkreten auslösers mehr .. hier reichen oft nur gedanken, das unterbewußtsein !
diese angst vor dem angst haben geht soweit, daß sich viele nicht mehr aus dem haus trauen .. in einem gefängnis "selbstgewählter" isolation leben.
die gründe sind vielfältig .. stress, versagens- und existentsängste, erfahrungen usw. .. rational ist den meisten der widersinn durchaus bewußt, nur das verselbstständigen eines solchen anfalls ist nicht vernuftmässig steuerbar.
ein trauma beschreibt grundsätzlich erst einmal eine verletzung .. die kann physisch wie auch seelisch sein .. physisch hat man grundlagen .. psychisch wirds etwas komplizierter .. jeder mensch reagiert anders auf umwelt und erfahrungen.
was mich betrifft ... ich konnte vor 3 jahren noch keine dreiviertelstunde selbst auto fahren, die notärzte kannte ich mehr als nur gut .. das hab ich verbessern können ... dennoch hatte es mich .. und ohne grund .. vor ca 4 wochen mal wieder erwischt.
verbessern geht .. an ne völlige herstellung zweifel ich einfach mal .. für mich persönlich aber .. denn das persönliche ist entscheidend.
liebe grüsse :-)))

HAI
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 01.06.2004    um 16:39 Uhr   
Nö, ein Trauma ist laut Freud etwas, das zum Erwachsenwerden gehört. Etwa, wenn man auf einmal - mit 6, mit 14? - nicht mehr mit Mama im Bett kuscheln darf.
Streichelhai schreibt vielleicht noch was dazu, wie der Begriff Trauma heutzutage benutzt wird.

Vielleicht weiss ich auch gar nicht, was du jetzt gerade meinst ,o)
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Nutzer: sheet
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geschrieben am: 01.06.2004    um 16:35 Uhr   
Ist das dann nicht eher ein Trauma, wenn es ein konkretes Ereignis gab, das diese Angst ausgelöst hat? *kopfkratz*
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 01.06.2004    um 11:32 Uhr   
So habe ich das zwar auch miterlebt, aber das Krankheitsbild ist ein anderes: bei der komplexen Phobie (Angst vor der Angst) sind tatsächlich die unbestimmten Panikattacken das, was Angst macht, nicht eine ganz bestimmte Situation oder eine Spinne, Hund, Höhe, Menschen o.ä.
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geschrieben am: 01.06.2004    um 02:30 Uhr   
Die "Angst vor der Angst" kommt ja nach einer Weile meist zu der eigentlichen Angst noch dazu.
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 31.05.2004    um 22:32 Uhr   
Vielleicht wirds klarer, wenn ich sage, dass es ein Ereignis als Auslöser dieser Angst(vor bestimmten Personengruppen, fehlende Sicherheit ausserhalb der eigenen Wohnung) gab. Ich möchte jedoch nicht näher darauf eingehen.

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Nutzer: streichelhai
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geschrieben am: 31.05.2004    um 21:48 Uhr   
hai :-))

man muss unterscheiden zwischen regulären phobien, die meist über eine konfrontationstherapie behandelt werden und sogenannten panikattacken, deren auslösung zwar konkret sein kann, aber nicht muss .. ist ein auslöser vorhanden wird heutzutage meist zu ambulanten psychotherapien gegriffen.
die behandlungsproblematik ergibt sich aus den differierenden krankheitsbildern .. die organe eines menschen sind recht gleich aufgebaut, weniger die psyche und das was viele seele nennen.
der begriff "phobie" wird heute meist nur dann gebraucht, wenn ein konkreter grund für die auslösung der ängste vorliegt .. z.b. klaustrophobie ( platzangst ) u.ä. !
panikattacken sind oft an phobien angelehnt, erweitern sich aber auf den normalen bereich des lebens, d.h. sie treten auch möglicherweise ohne einen zu fassenden grund auf.
in beiden krankheitstypen kann man nur versuchen sicherheit zu vermitteln .. der erfolg hängt aber nur von der person ab ... was bei dem einen wirkt, kann bei dem nächsten versagen ... dies mehr bei menschen, die unter dem leiden, was man "angst vor der angst" zu haben nennen könnte.
für leute, dies net kennen dürfte es nur schmarrn sein .. andere wissen schon, wovon ich rede .. erklären lässt es sich ohnehin nur sehr schwer.
liebe grüsse :-)))

HAI
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.05.2004    um 20:07 Uhr   
Hej Mindi, du musst dir den Thread von Anfang an durchlesen.
Es geht nicht um wirkliche Isolation, nur um "kein Telefon, keine Mail".
Eine Verhaltenstherapie ist bei angelernter Phobie durch die Rekonditionierung natürlich sinnvoll; es kann sich aber auch um ein organisches Nervenleiden handeln, gegen das Medikamente helfen, oder nur um das Symptom einer tiefergehenden Störung.
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geschrieben am: 31.05.2004    um 19:29 Uhr   
Eine Bekannte von mir hat eine ambulante Verhaltenstherapie gemacht wegen Angstzuständen. Dabei ging es vor allem darum, die Angst auslösenden Dinge zu konfrontieren, nicht sie (durch Isolation) zu vermeiden.

Die Therapie war recht erfolgreich. Ging, glaube ich, über ein paar Monate.


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Nutzer: sheet
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geschrieben am: 31.05.2004    um 17:23 Uhr   
den letzten Punkt von dir, pust, kann ich nur unterstreichen, und fox-lady hat das auch bekräftigt:

fast noch wichtiger als der stationäre aufenthalt, der von 6 wochen bis 6 monaten ziemlich viel beinhalten kann, ist die ambulante betreuung danach durch einen psycho- oder verhaltenstherapeuten!
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.05.2004    um 14:10 Uhr   
Fox-Lady, ein Arzt kann auch nicht genauer Auskunft geben als Arsch und ich, da wir uns offensichtlich kritsch mit der Materie beschäftigt und ein gewisses Mass an Fachkunde erarbeitet haben. Es geht schließlich nicht um eine Forumtherapie von Emperor, sondern darum, was er von der Therapie einer Freundin denken soll.
Mir sind immer Gespräche mit den behandelnden Ärzten vor Ort möglich gewesen.
Die Freigabe von der Schweigepflicht, die genauere Auskünfte ermöglicht, stellt der Patient aus, das Problem ist allerdings, einen Termin beim Arzt zu bekommen.

Der Patient soll bei einer Krisenintervention im Krankenhaus (die Therapie folgt später beim niedergelassenen Arzt, den man selber suchen muss) irgendwie "normalisiert" werden, stabilisiert, wie bei einer körperlichen Krankheit. Außerdem soll das Krankheitsbild untersucht werden. Richtig geheilt wird dort erstmal niemand.
Ich schätze mal, dass generell mindestens die ersten zwei Monate kein Ausgang ist, aber wie gesagt, das muss der behandelnde Arzt vor Ort dir genau sagen. Zumeist ist den Ärzten sehr an einem funktionierenden sozialen Umfeld interessiert, so dass ihm an deinem Interesse gelegen sein sollte.
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:59 Uhr   
Dann muss ich aber 10€ blechen...
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Nutzer: Fox-Lady
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:55 Uhr   
Emp vielleicht würd es Sinn machen dich mal bei einem Arzt für solche Angelegenheiten zu erkundigen. Ich denke mal er kann dir dann genauere Angaben machen da er vom Fach ist, im Gegensatz zu unseren Meinungen hier.

Damit wär dir vermutlich eher geholfen.

Foxi
Traumprinzen gibt es nicht
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:53 Uhr   
Was bedeutet "am Anfang" bzw. welchen Zeitrahmen beinhaltet das?
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:42 Uhr   
Dann ist das für mich keine Isolation, sondern Therapie.
Du wirst sie besuchen können, und das würde ich an deiner Stelle auch tun; denn die Leute in einer offenen Station haben am Anfang auch keinen Ausgang und können nicht mal Briefe zum Kasten bringen.
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Nutzer: Emperor
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:40 Uhr   
Ist in einer Klinik. Wobei Geld in diesem Fall weniger eine Rolle spielt, da privat versichert.
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:37 Uhr   
@mods:
Der Arsch versucht, Pustwindforetter zu werden, in dem er lauter Unsinn in langweilige Threads schreibt!
Ich fordere CV!!
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Nutzer: Arsch
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:32 Uhr   
wäre es 6 Monate in einer Klinik, würde es ja 180 x 10 € kosten. Wer soll das denn heutzutage noch bezahlen ?
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:15 Uhr   
Was denn nun? Klinik oder daheim?


Bis zu 6 Monate, mehr wohl kaum.
Anders ist es bei einer amtlichen Einweisung, das kann durch stetige Erneuerung und Therapieresistenz lebenslang werden.
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geschrieben am: 31.05.2004    um 13:13 Uhr   
Wir sind einer Meinung, Arsch, was nur für relativ objektive Erfahrungen bzw. Kenntnisse spricht.
Emp hat in seinem Eröffnungsposting nicht deutlich gemacht, ob sich die Isolation in einer Klinik oder zu Hause abspielen soll.
Mein differenziertes Statement ist auf beide Alternativen eingegangen.
Ich habe zwei mal gute (sehr gute .o) Freunde in Klinken "betreut" und mich durch das Studium mit Psychotherapie beschäftigt.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass ich diesen Thread für sinnvoller als für /post-Kommunikation halte, da in diesem Bereich oft Esoterik-Quatsch eine zu große Rolle spielt.
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