Auf den Beitrag: (ID: 25451) sind "23" Antworten eingegangen (Gelesen: 725 Mal).
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elitär

Nutzer: Atreju
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geschrieben am: 29.01.2005    um 15:27 Uhr   
wofür nützt denn elitäres Denken?

Ich seh keinen Sinn darin. Ha! ich bin ein Schüler der Schule sowieso und wir sind eh die besten.

Gibt man sich dann mehr mühe oder wird weltoffener?
Erweitert es den Verstand oder schmeckt dàs Essen besser?

Ich denk, des einzige wofür es gut ist, dass man lernt, denjenigen Arschlöchern in den Hintern zu kriechen von denen uns gesagt wird, dass wir das tun sollen.

brav brav




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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 01.02.2005    um 13:19 Uhr   
Ich kenne den Film.
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Nutzer: Atreju
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geschrieben am: 01.02.2005    um 13:15 Uhr   
Kennt jemand den Film "Blauauge" von ...äähm...sorry, mir fällt der Name jetz grad nciht ein.

Sie war Lehrerin in Louisiana und unterrichtete schwarze und weiße Kinder. Sie sah die ungerechte Behandlung und wollte dagegen vorgehen. Sie redete mit vielen Menschen immer wieder und nichts änderte sich. Dann startete sie einen Versuch: Sie behauptete, dass alle Menschen mit blauen Augen dümmer seien als andere. Die Folge davon war, die Blauäugigen wurden behandelt als wären sie etwas doof und tatsächlich sanken ihre schulischen Leistungen. Sie brach den Versuch dann ab.
Ein andermal wurden willkürlich irgendwelche Kinder ausgewählt von einer "Juri" die als hochbegabt eingeschätzt wurden. Dieses Egebnis erhielt nur der Klasslehrer.
Ergebnis: bis zum Zwischenzeugnis hatten genau diese Kinder wesentlich bessere Noten als noch im Vorjahr

Umgekehrte Experimente erziehlten die gleichen Erebnisse.

Ich nehme an, dass jeder Pädagoge und Sozialpädagoge usw. davon weiß.

Deshalb frage ich ncohmal:

wieso wird manchen Kindern eingeredet, sie wären etwas Besseres als andere?

Könnte man nciht einfach sagen: schau, dies udn das hast du gut gemacht, versuch mal, ob du hier nicht noch bessere Ergebnisse zustande bekommst.

Statt dessen wird man bewertet als dumm, faul, assozial oder gescheit, sympatisch, erfolgreich.


Oder was ist die Einführung einer Studiengebuhr von 500 Euro, zusätzlich zu den normalen Einschreibungsgebühren von 130 Euro anderes als eine Vorauslese nicht nach Begabung sondern nach finanzielllen Möglichkeiten?

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Nutzer: DingensBumens
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geschrieben am: 01.02.2005    um 10:10 Uhr   
Hihi...der letzte Satz galt auch nicht dir@Atreju *g*

Erziehung soltle so wenig eingreifen wie möglich, und so viel wie nötig. Emile von Rousseau war mal so'ne Idee, das Kinder völlig ohne Erziehung aufwachsen sollten. Aber er hat auch angemert: Diese Vorstellung ist utopisch. Im übrigen ist auch kritikfähigkeit anerzogen :)
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Nutzer: Atreju
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geschrieben am: 01.02.2005    um 09:59 Uhr   
(zitat)Vielleicht denkst du mal drüber nach *g*
(Keine weiteren Antworten vorhanden)
(/zitat)

hab ich doch, deshalb kritisiere ich doch, dass in diesen natürlichen Prozess sich durch "Erziehung"/Manipulation so stark eingegriffen wird.
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Nutzer: DingensBumens
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geschrieben am: 01.02.2005    um 08:06 Uhr   
(zitat)Kinder käönnen durchaus ohne Eltern aufwachsen. Sie brauchen nur Liebe, geistige und körperliche Nahrung. (/zitat)

Und eine Gesellschaft überlebt ohne Regeln und Gesetze...

Wer sagt denn, das Teamwork ausgeschlossen ist, wenn es einen "Leiter" in der Gruppe gibt? Führer. Das ist jemand, der einem mögliche Wege aufzeigt. Zumindest in meinem Denken. Also, wo ist das Problem?

Auch muss ein "Führer" das system nicht weniger flexibel machen. Aber naja...starres Denken, da gebe ich dir recht, macht es. Vielleicht denkst du mal drüber nach *g*
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Nutzer: freekolum
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geschrieben am: 01.02.2005    um 00:08 Uhr   
erkenntnistheoretiker? =)

ok, dann hast du natürlich recht.

dann hab ich aber auch damit recht, dass es das gibt :-P


fairer kompromiss...
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.01.2005    um 23:44 Uhr   
Es gibt imo keine naturbedingten sozialen Fakten, die physikalischen Konstanten ähneln.
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Nutzer: freekolum
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geschrieben am: 31.01.2005    um 23:27 Uhr   
ist richtig was du sagst. aber informelle führerschaften wird es auch in kleinen teams geben. das ist doch ganz klar, jede person strahlt unterschiedlich viel autorität aus und wird sich dadurch verschieden stark mit seinen standpunkten bei den andern durchsetzen. da gibts dann keine offene hierarchie, trotzdem gibt es anführer.
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.01.2005    um 23:18 Uhr   
Kinder käönnen durchaus ohne Eltern aufwachsen. Sie brauchen nur Liebe, geistige und körperliche Nahrung.
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geschrieben am: 31.01.2005    um 23:16 Uhr   
Denke nicht. Solidarität und Partnerschaftlichkeit und gemeinverantwortung (neudeutsch teamwork) sind viel sinnvoller und flexibler als starre hierarchien; binden zudem das humankapital besser ein.
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Nutzer: freekolum
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geschrieben am: 31.01.2005    um 23:03 Uhr   
selbst in gesellschaften wie dem kommunismus werden sich doch führungspersönlichkeiten herausbilden. da kann man sich jede form aussuchen, egal welche. das gehört einfach zur menschlichen entwicklung, dass es, seit es jagdgemeinschaften gibt schon "führer" gibt, die sich ohne wahlen oder sowas allein durch ihre persönlichkeit auf "natürliche" art und weise hervorheben.


soviel von mir.
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Nutzer: DingensBumens
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geschrieben am: 31.01.2005    um 20:40 Uhr   
(zitat)Manche wollen halt keine Führer, bumens. (/zitat)

Dann müssten Kinder ohne Eltern aufwachsen...
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 31.01.2005    um 20:38 Uhr   
Manche wollen halt keine Führer, bumens.
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geschrieben am: 31.01.2005    um 20:33 Uhr   
Was ist denn an elitärem Denken bitte so schrecklich?

Ist Elite denn immer mit Arroganz gleichzusetzen? Ohne Elite, an wem orientieren wir uns, wo setzen wir die Maßstäbe an?

Kommunismus mag ja ein schönes Beispiel dafür sein, wie es anders laufen könnte, aber so funktioniert eben unsere Gesellschaft nicht.

Insofern, kann eine elitäre Ausbildung durchaus nützlich sein, da sie Menschen befähigt, Führungsqualitäten auszubilden.

Natürlich kann es auch zu Überheblichkeit, und oder Selbstüberschätzung führen, aber nach meiner Meinung ist dies keine zwangsläufige Folge...
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Nutzer: Delax
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geschrieben am: 31.01.2005    um 15:03 Uhr   
HRGH!

Könntet ihr "elite" bitte mal eben definieren. Bzw. euch auf eine Definition einigen? Bitte hier lesen: Link
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Nutzer: stumm
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geschrieben am: 30.01.2005    um 16:31 Uhr   
@atreju

elitäres denken anderer kann auch oft zur folge haben, daß man selbst sich als minderwertig und dumm ansieht.
das ist vermutlich oft bei denjenigen der fall, die die fassade eines menschen für wahr halten.
leider zählen zu dieser gruppe diejenigen menschen, die nur sehr geringfügig elitäes denken praktizieren.

oft steckt in elitärem denken auch der wunsch, etwas besonderes zu sein, sich von der masse abzuheben, was nicht immer als negativ zu betrachten ist.
wenn dieser wunsch nach etwas besonderem aber dimensionen annimmt, wie ich sie im letzten posting beschreiben habe, wird das besondere negativ.

ich überlege gerade, ob nicht die eu als beispiel angebracht werden könnte- auf jeden fall aber findet man im politischen geschenen genügende beispiele für elitärs denken.
wie du siehst braucht und fördert unsere gesellschaft menschen mit dieser denkweise.
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Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 30.01.2005    um 13:58 Uhr   

Ja nun, ist halt noch geistiges Mittelalter.
Hier gab's doch mal nen Thread, warum darf ich nicht stolz sein auf Deutschland?
Hat alles mit geborgten Identitäten zu tun und wird schon in frühester Kindheit gefördert durch Noten etc. - was soll da schon bei rauskommen.

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Nutzer: Atreju
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geschrieben am: 30.01.2005    um 13:26 Uhr   
Elitäres Denken ist also nichts weiter als Selbstbetrug, eine Art Maskerade.
Was hat denn eine Gesellschaft davon, manche Menschen zu solcher "Scheinelite" auszubilden?

Ich rede jetzt nicht von Menschen, die tatsächlich großartige Leistungen vollbringen, besondere Begabungen haben und an sich selber hohe Ansprüche stellen, denn solche Menschen habe ich eigentlich immer als bescheiden und "nah" erlebt; niemals als überheblich.

Sind solche "elitären" Menschen nicht immer zum Scheitern verurteilt? Vielleicht sind sie dafür da. Man setzt sie an Positionen, wo sie unweigerlich die ihnen gestellte Aufgabe in den Sand setzen müssen, ausser sie bekommen Hilfe.


@ pustwind:
es mag schon sein, dass jeder nach dem besten strebt, aber sieht nicht jeder Mensch etwas anderes als wichtig und erstrebenswert an?
Mir fällt dazu ein erlebnis aus der Grundschulzeit ein: Mathewettbewerb. Ein Junge und ich kamen in die Endausscheidung - ich gewann, juhuu - da sah ich meinen "Gegner" an, seine Unterlippe bebte, seine Augen glänzten verdächtig nach unterdrückten Tränen. Ich hörte eine geflüsterte Bemerkung "er hat gegen ein Weib verlohren". Mir war das Gewinnen nicht wichtig gewesen, es hatte einfach Spass gemacht, aber jetzt nicht mehr.
Beim nächstenmal gewann er und schon war er wieder der gefeierte Crack.

Für den einen zählt das Ergebnis, dem anderen ist der Weg dahin wichtig. Der eine sieht die eigene Gewinnmaximierung, der andere den gelungenen Kompromiss.
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Nutzer: stumm
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geschrieben am: 29.01.2005    um 19:12 Uhr   
ich sehe dies ein wenig anders.
natürlich- und das liegt in der natur des menschen- strebt jeder nach dem höchsten bzw besten, dieses jedoch in einem mehr oder minder starken maße.
einer der wesentlichen gründe des elitärs denkens,ist im grunde die bequemlichkeit vieler menschen, sich nicht mit der realität auseinandersetzen zu wollen.
nicht selten beginnt man, sich in einen schein zu flüchten und die augen vor den dingen zu verschließen, die einen überfordern könnten.
selbst dann, wenn man die grundschule erreicht und beendet hat, wird man sehen, daß es menschen gibt, die diese einfacher beendet haben.
neid und eifersucht wird sich auftun, der drang danach, es diesen menschen nachzutun, wird aber vermutlich scheitern und verbittertheit sich einstellen.
möglicherweise zieht man sich zurück.
da ein austausch über vieles so aber nicht mehr zustande kommen kann und eine selbstreflexion- ebenfalls aus bequemlichkeit-in einem unzureichendem maße stattfindet,
nimmt man mit der zeit die position eines verbitterten, rechthaberisch-arroganten menschen ein, dessen einzige freude darin besteht, seine umwelt zu kritisieren und zu bemängeln, alles natürlich auf eine verletzende art und weise.
hier sieht er seine einzige möglichkeit, seine scheinbare erhabenheit zu demonstrieren, ohne zu bemerken, daß er nichts weiter ist, als ein erbärmlich intoleranter mensch.
zu sehen insbesondere hier bei cc im st- channel.
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"Autor"  
Nutzer: Pustwind
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geschrieben am: 29.01.2005    um 18:37 Uhr   
Strebt der Mensch nicht nach dem besten höchsten?
Und ist er nicht befriedigt, wenn er das schon in der Grundschule erreicht?
Das frage ich mich.
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Nutzer: stumm
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geschrieben am: 29.01.2005    um 17:11 Uhr   
auch hier wieder:
die stärksten überleben.
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Nutzer: Kephas
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geschrieben am: 29.01.2005    um 17:03 Uhr   
So nach dem Motto "Mein Schwanz ist laenger als Deiner"...

Ich denke es spielt eine wichtige Rolle, dass dadurch das Selbstwertgefuehl der Schueler auf unnatuerliche Weise gesteigert werden soll, und andererseits die Freude am Misserfolg der anderen gefoerdert wird. Es werden die sprichwoertlichen Ellenbogen fuers Geschaeftsleben ausgebildet.
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Nutzer: stumm
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geschrieben am: 29.01.2005    um 16:57 Uhr   
erinnert mich stark an das konkurrenzverhalten bei tieren,
insbesondere bei der paarung.
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