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geschrieben am: 24.07.2005 um 18:18 Uhr
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Ich sehe dir tief in die Augen.
Ich sehe in die grünlich-blau schimmernden Kulleraugen,
die mir so etwas wie : ,,Was willst du hier noch?“ sagen.
Mein Gott, ich könnte heulen!
Warum musste das denn jetzt passieren?
Dein mir vertrautes Zimmer,
der Geruch nach deinem Parfüm,
und die Kleine auf deinem Arm, die mich mit diesen ,,Papa?“-Augen
ansieht und, wie so oft, garnicht versteht, was mal wieder passiert ist.
Mein Blick senkt sich tiefer in deine Augen,
doch ich erschrecke...
nach minutenlangem Stillstand deutest du mit deinem Blick auf die Tasche neben dem Bett,
in die ich meine nötigsten Sachen packen soll.
Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf.
Was passiert hier? Ich lasse alles noch einmal rekapitulieren.
Ich denke an unser erstes Treffen...
Balkon von der Wohnung eines Freundes,
die Party in vollem Gange und du, von irgend soÂ’ nem Typen vollgekotzt, erstmal nach Luft schnappend, auf einmal neben mir!
Mein Gott, wie lange ist das nun schon her?
Vier verdammt lange Jahre hast duÂ’s mit mir ausgehalten.
Doch als du vor 2 Jahren ankamst und mir gebeichtet hattest, dass du schwanger bist,
ist für mich eine Welt zusammengebrochen!
Ich war noch nicht bereit für ein Kind!
Doch das war nur der Anfang...
Kurz danach brachtest du Timo mit nach Hause.
Als wäre es eine Selbstverständlichkeit schlepptest du ihn in unser Wohnzimmer!
Von meinem besten Kumpel und dann auch bald von deiner Freundin erfuhr ich bald, dass
du mit ihm ein Verhältnis hast!
Pff...meine Güte, war ich gnädig, dass ich euch beiden an dem Abend nicht den Schädel zertrümmert habe. Solch eine Wut steckte in mir drin.
Doch ich habe dir verziehen. Du weißt, ich könnte nich ohne dich! Und du warst froh, dass ich wieder für dich und die Kleine da war!
Bis heute Morgen! ,,Ich gehe einkaufen Schatz!“ sagtest du, als ich noch nackt im Bett lag und die schönsten Träume hatte.
20 Minuten später klingelte es mich aus dem Schlaf. Mein Kumpel verriet mir, dass er dich wieder mit diesem Timo gesehen hatte.
Ich brauchte nicht lange bis zum Ort des angeblichen Geschehens.
Der Todschläger fest von meiner Hand umklammert in der Hosentasche.
Schon von Weitem sah ichÂ’s!
Auf der Wiese, auf einer Decke habt ihr gelegen. Doch nicht das Schlimmste, dass du dich mit Timo getroffen hattest, du hast die Kleine mitgenommen, die nun spielend zwischen euch liegt!!!
Ich beobachtete alles aus sicherer Entfernung!
Plötzlich stand mein Kumpel neben mir und ich wusste sofort, dass es der einzigste ist, dem ich in diesem Moment vertrauen konnte. Ich sagte ihm, er solle dich beiseite nehmen, alles andere würde ich regeln.
Und wie wir losbotteten! Er zog dich und die Kleine mit zu seinem Auto und brachte dich hier nach Hause.
In der Zwischenzeit wusste Timo schon nicht mehr, wer er war und was er für einen Sinn auf Erden hatte. Sein Kopf blutete aus sämtlichen Öffnungen und er stöhnte nur noch so vor sich hin. Ein letzter Schlag mit dem Todschläger auf die Schläfe und er kippte endgültig zur Seite.
Und nun stehe ich hier, vor dir und der Kleinen. Du weißt nich, was mit Timo passiert ist, aber du ahnst, was geschehen ist!
Und jetzt zwingst du mich zu gehen. Dich fasse ich nicht an, keine Sorge!
Und nachdem die Polizei das mit Timo erfahren hat, werde ich die Kleine auch nicht wiedersehen können. Aber eines schwöre ich dir, mein Herz wird nie mehr so von einem Menschen verletzt werden, wie von dir heute.
Du weißt, ich könnte nicht ohne dich!
Ich gehe ins Bad und erschieße mich!
Tränen kullern dir aus deinen Augen, die ich immer so geliebt habe.
Doch nun ist es zu spät.
Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich einmal so von dir verarscht werden würde!
Doch nun ist es zu spät. Wie sagt man so schön? – Das Licht am Ende des Tunnels kommt mir immer näher und ich brauche mir keine Gedanken mehr zu machen, was nun mit meinem Körper geschieht!
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