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geschrieben am: 25.07.2005 um 00:29 Uhr
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Mit der Standesbeamtin kam die Polizei
Behörden in Frankfurt am Main wollen einen schwulen Iraner abschieben. Er fürchtet, dass ihm in seinem Heimatland die Todesstrafe droht.
VON M. THIEME (FRANKFURT)
Andre Aragoli flieht im Jahr 2002 nach Deutschland. Weil er in Iran als Homosexueller verfolgt wird, erzählt er. Sicherheitskräfte hätten Schwulenclubs in Teheran ausgespäht und Freunde verhaftet. Einmal sei er von Spitzeln angegriffen worden und habe Verletzungen erlitten. Zunächst sei er untergetaucht, dann geflohen. In Iran drohe ihm die Todesstrafe.
Andre Aragolis Asylantrag wird vom Verwaltungsgericht Kassel 2004 endgültig abgelehnt. Zwar sei Aragoli "irreversibel homosexuell" und in Iran seien homosexuelle Handlungen "mit der Todesstrafe bedroht", formulierte das Gericht spitzfindig. Doch eine Gefahr bestehe für Aragoli nur dann, "wenn er seiner homosexuellen Neigung nachgebend sexuelle Handlungen mit Männern pflegen würde". Lebensgefahr könne man jedenfalls nicht erkennen.
In Frankfurt lernt Aragoli währenddessen den Griechen Sevastos Sampsounis kennen. Sie werden ein Paar und wollen ihre Lebenspartnerschaft am 9. März dieses Jahres beim Frankfurter Standesamt eintragen. Statt der Hochzeit bahnt sich aber etwas anderes an: Die Standesbeamtin behält den Pass von Aragoli ein und leitet ihn an die Ausländerbehörde weiter. Der nächste Termin für die Vorbereitung der Trauung sei der 11. April, heißt es. Ende März müsse Aragoli Deutschland verlassen, schreibt prompt die Ausländerbehörde. Aragoli versteckt sich.
Als Aragoli und Sampsounis am 11. April zum Standesamt gehen, verlässt die Beamtin den Raum. 45 Minuten vergehen, dann flüchtet Aragoli. Kaum ist er weg, stürzen drei Polizisten in den Raum. Sie sollten ihn festnehmen. Für Sampsounis, der in Darmstadt geboren wurde und seitdem in Deutschland lebt, unbegreiflich: "Ich wollte nur heiraten!" Er ist wütend auf die Behörden und sieht seine Rechte als EU-Bürger verletzt.
"Wir haben den Pass eingezogen, weil wir von der Ausländerbehörde gebeten wurden", sagt Peter Dommermuth, Leiter des Standesamts. Zur "Amtshilfe" sei man verpflichtet. Bei "Zweifeln am Aufenthaltsstatus" informiere das Standesamt die Ausländerbehörde und diese rufe die Polizei. "Das ist eine ganz fiese Geschichte", sagt Aragolis Anwalt Reinhard Marx. "Standesamt und Ausländerbehörde haben meinen Mandanten ausgetrickst." Zwar sei eine Lebenspartnerschaft rechtlich keine Ehe, dennoch verstoße diese Praxis gegen die Eheschließungsfreiheit.
Als Aragoli sich am vergangenen Montag bei der Ausländerbehörde meldet, wird er verhaftet und in ein Kasseler Gefängnis gebracht. Jetzt hoffen die beiden Männer auf eine Petition, die beim Hessischen Landtag anhängig ist. Wird sie abgelehnt, droht Aragoli die Abschiebung nach Iran.
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Informationen über:
Link
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Mein Lebenspartner Ante Curkovic und ich haben auch zwei Jahre lang gegen
staatliche Willkür und der Abschiebeandrohung um unsere Beziehung kämpfen
müssen. Einzig und alleine der öffentrliche Druck hat Politiker und Behörden
dazu bewogen, meinen Lebenspartner den damals noch notwendigen
Aufenthaltsstatus zu erteilen.
Ante Curkovic und ich fordern die Lesbisch - schwule Community sowie die
politisch Verantwortlichen und die Behörden in Frankfurt auf, sich massiv
für die Menschlichkeit und das Recht von Andre Aragoli und Sevastos
Sampsounis auf eine Partnerschaft in einen freien Land wie der
Bundesrepublik Deutschland einzusetzen. Die Oberbürgermeisterin Petra Roth
und Vertreter aller Parteinen im Römer haben heute zugesagt, sich des Falles
anzunmehmen und für eine Lösung zu sorgen. Stoppt die Abschiebung von Andre
Aragoli in den Iran, einem Land in dem Homosexualität mit dem Tod verfolgt
wird.
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(O.o)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.07.2005 um 07:18 Uhr
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Dear X.XXXXX,
This email message is sent to you from PetitionOnline.com to confirm your signature as "X.XXXX" on the online petition:
"Stop Deportation of Andre Aragoli"
hosted on the web by our free online petition service, at:
Link
Your signature on the petition is already complete, and there is no need
to reply to this message.
Your signature number for this petition is 683.
At PetitionOnline.com, we host the petition you've signed, but we didn't
create it. If you would like to comment on the petition, you can contact
the author of the petition by email, at:
Paul Hirsch, paul.hirsch@gmx.de
Nicht labern, sondern handeln.
Satan ); )
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| Bei geistiger Überforderung..lösen Sie sich doch in Luft auf! |
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TopZuletzt geändert am: 28.07.2005 um 07:19 Uhr von SatanEstSirius
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geschrieben am: 27.07.2005 um 12:51 Uhr
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Erschreckend, schlicht erschreckend.
Irgendwie fehlen mir dazu gerade die Worte... |
Niemand darf mir glauben, wenn ich lache oder weine,
Niemand darf von Zukunft reden, denn ich sehe wirklich keine,
Nur wenn ich die Augen schließe geh' ich jedesmal zu weit:
Es ist nur eine Frage des Momentes und der Zeit. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.07.2005 um 00:30 Uhr
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2. Meldung
Nach Berichten pro-demokratischer Gruppen sind am 19 Juli 2005 zwei schwule Jugendliche, denen Homosexualität vorgeworfen wurde, im Iran erhängt worden. Nach Meldungen der Iranian Students News Agency fanden die Hinrichtungen in der Nähe von Mashhad statt.
Einer der Jugendlichen war nach Informationen der Nachrichtenagentur 18 Jahre alt, der andere Junge erst zwischen 16 und 17. Die Agentur zitiert andere Quellen, die behaupten, die Jungen hätten Sex mit einem anderen Minderjährigen gehabt, diese Informationen konnten jedoch bislang nicht bestätigt werden. Die Jugendlichen seien jedoch zuvor bereits 14 Monate in Haft gewesen und hätten als Strafe bereits 228 Peitschenhiebe erhalten. Der Name des Opfers ist nicht bekannt, aber nach dem Recht der Sharia muss das Opfer eines Sexualdeliktes ebenfalls hingerichtet werden.
Nach Auskünften von Menschenrechtsorganisationen seien im Iran seit der Machtergreifung der Ayatollahs bereits über 4.000 Homosexuelle hingerichtet worden. |
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