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Babyklappe |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 09:35 Uhr
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So, hab gerade mal wieder eine Sendung im Radio darüber gehört und wollte mal Eure Meinung zu diesem, bestimmt ziemlich heiklem Thema hören ..
Was haltet Ihr von der Möglichkeit das Mütter nun Ihr Neugeborenes in einer Klinik mit sog. Babyklappe einfach abgeben können ? Ohne jegliche Personalienaufnahme etc. ?
Sollte man dann nicht das Adoptionsrecht in Deutschland neu überarbeiten ???
Yours, Sister |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 22:10 Uhr
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Das meinte ich mit den organisatorischen Feinheiten in Kliniken, Sirius. Man muss aber sagen, dass es in einigen Kliniken trotz allem gemacht wird. Auch bei uns in der Gegend läuft ein Pilotprojekt dazu. Möglich ist es... und auch legal. Sämtliche Details sind mir nicht bekannt, nur dass die Krankenkassen und andere Institutionen diese Geburten anonym und pauschal abrechnen. Mit etwas gutem Willen scheint es möglich zu sein. Dazu gehört auch, nur wenn gewünscht, eine Beratung in sämtlichen relevanten Fragen, als da wären: Zuschussmöglichkeiten, Wohnungssuche usw. für den Fall, dass das Kind dann doch behalten wird.
Lisa |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 18:44 Uhr
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hm,
jetzt habe ich doch erst mal bis 10 gezählt, bevor ich antworte, vielleicht habe ich dich ja mißverstanden:
(zitat) das das kind womöglich mit sozialgeld als unterstützung aufwachsen muß (/zitat)
fändest du dieses Geld irgendwie falsch angewendet?
oder denkst du womöglich, dass man einem Kind ein Leben in relativer Armut nicht zumuten kann, lieber tod als not?
Weil du über die Not der Mutter recht verständnisvoll geschrieben hast, und dass man ihre Entscheidung akzeptieren soll(finde ich auch!) - frage ich nach, weil ich nicht glauben kann, was ich (siehe zitat) da gelesen habe.
ciao
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geschrieben am: 13.07.2001 um 18:11 Uhr
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ich finde die babyklappe in dem sinne eigentlich voll in ordnung, da die mutter nicht mit der peinlichkeit behandelt wird, die ihr viele personen danach gegenüber bringen würden. es ist wirklich nicht einfach ein kind(baby) aus der hand zu geben, soll man es den nach der geburt noch in sofern noch verstärken, in dem man die mutter weiter und weiter ausfragt bzw. versucht sie zu überreden das kind doch zu behalten? ich denke mal, die mütter die auf die sogenannte "babyklappe" zurückgreifen wissen was sie machen. kommt mir jetzt bitte nicht mit der aussage, nein weiß sie nicht. klar kommen immer wieder zweifel auf, aber mal ganz ehrlich, es kann auch genau in die andere richtung laufen. das das kind womöglich mit sozialgeld als unterstützung aufwachsen muß, ist auch nicht in ordnung. ist aber meistens der einzige ausweg!
in diesem sinn:
nightbane
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 17:20 Uhr
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stimmt, daran hatte ich nicht gedacht.
Bei uns hatte letztes Jahr eine frau ihr Neugeborenes in den Fluss geworfen, eindeutig ohne med. Hilfe geboren -
daraufhin wurde ne Babyklappe eingeführt.
Das Geschrei gegen diese Frau war groß; immer, wenn so etwas passiert heißt es, die Frau is schlecht...
dabei ist es ,denke ich ganz normal, dass man in so einer Situation ohne Hilfe voll durchdrehen kann.
(die vollen Schmerzen, Blut, alleinsein, keine Hoffnung,...)
Ich finde, es sollte viel mehr getan werden, um solchen Frauen zu helfen, ne Klappe reicht da nicht.
ciao
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geschrieben am: 13.07.2001 um 15:27 Uhr
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@Lisa
Ich finde es ja auch gut das es diese STRAFFREIE Variante für verzweifelte Mütter gibt, keine Frage.
Nur finde ich die Adoptionsgesetze in Deutschland zu streng so das es nur für besser "situierte" möglich ist ein Kind zu adoptieren. Aber an Geld kann man leider keine Liebe und Fürsorge messen !!
Und @wuschl aber man kann im Krankenhaus entbinden und es dann irgendwo anders anonym in die Babyklappe legen und es kann später nicht mehr nachvollzogen werden wer die Mutter war/ist.
Sister |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 13:56 Uhr
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Hier in der Nähe (in Nordhorn) gibt es auch eine Babyklappe.
Der primäre Sinn der Einrichtung ist tatsächlich, ein Aussetzen der Kinder zu vermeiden. Dazu ist es in der Babyklappe anonym (wenn die Mutter will, ansonsten hat sie, wie Mille richtig darlegte, einige Wochen Zeit zum Überlegen), der wichtigste Punkt ist aber der Schutz für das Kind. Es ist besser als "irgendwo" aussetzen... nur darum geht es zunächst mal.
Davon abgesehen ist diese Form, ein Baby zu "entsorgen" NICHT STRAFBAR, es gibt der Mutter also eine gewisse Sicherheit, egal ob sie das Kind zurück will oder nicht. Die Mutter (höchstwahrscheinlich im psychischen Ausnahmezustand) muss sich also nicht auch noch Sorgen machen, bestraft zu werden.
Übrigens ist eine anonyme Geburt mit anschliessender Adoptionsfreigabe PRINZIPIELL auch in jedem Krankenhaus möglich. Allerdings gibt es meist organisatorische Hindernisse (Bezahlung) und viele Krankenhäuser, besonders die unter konfessioneller Leitung, wollen nichts damit zu tun haben. Aber im Grunde geht es... und auch da ist es nicht strafbar.
Strafbar wäre es, wenn das Kind irgendwie in Gefahr wäre, das ist sowohl bei der Babyklappe als auch bei einer anonymen Geburt im Krankenhaus nicht der Fall.
Im Grunde beides sinnvoll... nicht unbedingt im Prinzip, aber wenn man die grausamen Alternativen bedenkt, auf jeden Fall. Vergesst bei allem nicht, dass die Mutter wahrscheinlich ziemlich verzweifelt ist (die Situation zu dem Zeitpunkt kann wohl keiner nachvollziehen, daher verurteile ich es nicht), falls es ihr besser geht, hat sie die Chance, das Baby zurückzubekommen, falls sie das nicht will, ist das Kind ohne Schaden und sie braucht sich keine Gedanken um eine Strafverfolgung machen.
Die Adoptionsgesetze müssen nicht geändert werden, dieser Fall passt da durchaus rein.
Lisa Geändert am 13.07.2001 um 13:57 Uhr von LiebeLisa |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 11:02 Uhr
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ich denke,
anonym entbinden in einem Krankenhaus, das geht nicht, oder doch?
Die Mutter kann das Kind zwar zur Adoption freigeben, aber dann legt sie es nicht in die Klappe. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:48 Uhr
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| also ich finde man sollte in jedem bundesland eine dieser organisationen einrichten... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:45 Uhr
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Im Radio reden Sie davon das in Aachen eine geöffnet hat.
Aber es sollen noch mehr geöffnet werden, was auch sinnvoll ist |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:45 Uhr
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| Im Radio reden Sie davon das in Aachen eine geöffnet hat. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:43 Uhr
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wieviele solcher einrichtungen gibt es eigentlich ?..hab bis jetzt nur von einer (HH) gehört...
So long.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:39 Uhr
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Gewiß geht es so jemand mehr als nur mies aber wer sagt das Sie alleine gebärt ? Man kann doch im Krankenhaus entbinden und dann nach Entlassung das Kind abgeben weil man sich überfordert o.ä. fühlt.
Gerade noch gehört hat das die Kinder 12 Wochen dort bleiben und die Mutter auch so lange Zeit hat sich zu melden.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 10:15 Uhr
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ich frage mich,
welche Umstände eine frau dazu treiben,
heimlich, ohne mit jemandem darüber zu reden, eine Schwangerschaft auszutragen
allein, ohne medizinische Unterstützung zu gebären
und dann zu entsorgen (egal ob Mülltonne oder Babyklappe)
ich denke, dass es solcher Frau ziemlich dreckig gehen muß.
ciao
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 09:48 Uhr
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Dir da vom Prinzip her zustimmt (erstmal Hällöchen Mille )
die Einrichtung auch sehr sinnvoll findet und auch toll das die Mutter 8 Wochen "Rückholrecht" hat ( das ist nun wirklich Ironie, was soll denn so etwas bitte )aber was ist mit dem Kind, wenn es sein Mutter kennenlernen möchte ? Sind Ihre Daten gespeichert ? Glaube wohl nicht.
Und was bringt uns das wenn es in Deutschland so strenge Adoptionsgesetze gibt ? Nein ich möchte gewiß nicht das Mütter Ihre Neugeborenen ertränken oder ähnliche Grausamkeiten, aber man sollte dann doch auch versuchen eine neute liebe Familie für das Kind zu finden, die vielleicht kein siebenstelliges Jahreseinkommen hat und 3 Villen besitzt.
Sister |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2001 um 09:47 Uhr
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Meine Meinung dazu :
Ich finde es gut, dass es solche Einrichtungen gibt.
Die Kinder werden anonym 4 Wochen dort aufgenommen, gepflegt und nach dieser Zeit zur Adoption freigegeben.
Leider nutzen nicht alle Mütter diese Organisation und somit werden viele Neugeborene einfach ausgesetzt und bleiben dadurch sich selbst überlassen.
Schade ist allerdings auch, dass es nicht viele dieser Einrichtungen gibt....
-Angel- |
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