|
|
|
geschrieben am: 01.02.2002 um 19:56 Uhr
|
|
Herrlich, nun können wir ganz langsam von vorne beginnen, denn wir machten zu grosse Sprünge, genau das wollte ich eigentlich also Schritt für Schritt vorgehen, nur wir verloren den Weg irgendwie.
@Kro (und auch sugali)
Ich/Wir sprechen ja nicht davon, daß Realist sein nicht gut ist, vielmehr geht es um den Begriff „Realität“!
Wie du schon richtig sagst, du musst es sehen, bevor du es glaubst. Sprich du siehst etwas, und etwas wird REAL für dich. Es ist nun in deinem Kopf.
Ich finde es gut, daß du genaue Vorstellung hast von allem, daß du deine eigene Meinung zur Realität hast.
Doch mußt du bedenken: Es ist DEINE Realität!!! Wichtig hierbei ist das Wort: DEINE!
Es ist nicht die einer anderen Person, deine ganz persönliche Realität mit deinen Realitätstunneln. Natürlich ist es das, wirst du jetzt antworten, doch ich hoffe, du weißt ungefähr was ich meine, wenn ich mit dem Beitrag fertig bin.
Ein bisschen mögen wir aneinander vorbeireden denke ich, aber das mag sogar von Vorteil sein, für eine Diskussion.
Grossartige Schwätzerei.. nun ja.. diese Diskussion führte ich bereits einmal an anderer Stelle.. Die Person sagte mir auch: „warum redest du davon? Was soll das? Ist doch eh so wie es ist.“ Natürlich stimmt dies, jedoch warum nicht darüber philosphieren/diskutieren/nachdenken?
Genau das macht uns doch aus- Dinge zu hinterfragen, die Frage nach dem WARUM ist etwas so- das interessiert mich, auch wenn ich dann nichts daran ändern kann, jedoch allein das Wissen darüber hilft mir, das mag ein persönliches Ding von mir sein, also nicht relevant an dieser Stelle. Doch genau dieses Hinterfragen, das Denken, das Wissen um unsere Sterblichkeit unterscheidet uns von Tieren.
Ich fange nun an über Realität zu reden, so wie ich es meinte, Schritt für Schritt.
Beginnen müssen wir mit der Optik, wie du schriebst, musst du die Dinge wahrnehmen um sie als real zu sehen.
Das Auge nimmt ein gewisses Auge in Raum und Zeit wahr, diese Lichtstrahlen wandern zur Augenlinse, die sie auf den Kopf stellt, die Retina registriert das umgekehrte Bild. Die Retina ist ein Teil des Auge-Gehirn-Systems, noch bevor wir das umgekehrte Bild wahrnehmen, hat das Gehirn die Signale bereits in sein Klassifizierungssystem eingeordnet, wobei die Umkehr des Bildes miteingeschlossen ist, das Gehirn „ordnet“ die Daten.
Das heisst es besteht eine Zeitspanne zwischen der Wirkung auf das Auge und der Wahrnehmung in unserem Gehirn. Während dieser Zeitspanne legt das Gehirn Form, Bedeutung, Farbe und vieles mehr fest.
Dasselbe gilt für andere Sinne.
Wenn die Wahrnehmen nicht richtig ist.. wie kann dann die Schlussfolgerung richtig sein?
Das mag etwas kompliziert klingen nun. Nehmen wir ein Beispiel. Lass einen Gegenstand, nehmen wir eine Obstschale, von 3 Malern und 3 Photographen so realistisch wie möglich darstellen. Bekommst du das selbe Bild? Nein natürlich nicht. Die Gemälde und die Fotos werden verschieden sein, denn jeder lässt einen Stück seiner Persönlichkeit miteinfliessen.
Oder besser Musik. Nehmen wir ein klassisches Klavierstück. Es sind immer die selben Noten, doch wird niemals ein Pianist dem anderen gleichen, denn der Pianist verleiht dem Stück, seinem Spiel die persönliche “Note”. Die persönliche Note entsteht aus dem Inneren, aus der Realität des Künstlers. Er interpretiert, was hört sich gut an, wie meinte der Komponist, wie es sich anhören soll, vielleicht assoziiert er ein persönliches Erlebnis damit, vielleicht etwas mit Emotionen, also wird er es emotionsgeladen spielen usw. Jeder wird es anders auslegen, interpretieren.
Im Endeffekt ist dies bei unseren Realitäten nicht anders, wir nehmen gewisse Dinge, Begebenheiten “wahr” und unser Hirn interpretiert sie automatisch, du kannst dies nicht steuern (ausser du beherrscht die Metaprogrammierung deines Gehirns, worauf wir jedoch erst sehr sehr viel später kommen werden, wenn überhaupt). So wie es dann dein Gehirn verarbeitet hat, so ist, bzw. entsteht deine Realität. Also kannst du und eine völlig andere Person etwas gleiches sehen, es wird jedoch nie völlig gleich wahrgenommen, gespeichert. Siehe hierzu das oben stehende Beispiel mit dem Unfall. Gewisse Prägungenn deines Lebens, deiner Erziehung, spielen in deiner Realität sehr prägende Rollen.
|
|
|
|
|